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Hier fassen wir jede Woche jene Spiele zusammen, die wir nicht im LTF Viewers Guide bzw. nicht im Podcast besprochen haben. Damit ihr gleich ein besseres Bild über die jeweiligen Spiele und involvierten Teams bekommt, werden wir unsere Zusammenfassungen anhand eines etwas anderes Prinzips näherbringen. Nun denn, kommen wir zum NFL Spielwochenende Nummer 12, und wer hätte gedacht, dass…

26 CLE vs ATL 24

… Mike Smith schon wieder einen Sieg durch schlechtes Clock Management verschenkt. Mit kaum 2 Minuten zu spielen und in Field Goal-Range entschloss er sich aus unerfindlichen Gründen, ein Timeout zu nehmen. Dadurch kamen die Browns gerade noch mit genug Zeit auf der Uhr wieder an den Ball und Billy Cundiff konnte mit Hilfe von Brian Hoyer das Spiel in letzter Sekunde zugunsten der Browns wenden. Sollten die Falcons die Playoffs verpassen, hängt der Job von Mike Smith am seidenen Faden.

… eben jener Brian Hoyer doch noch positiv zum Sieg beiträgt. 3 Interceptions sind gegen ein kompetitives NFL-Team zu viel, um noch siegreich das Feld zu verlassen; hier hat es dank Mike Smith gereicht. Die Wiederkehr von Josh Gordon brachte viel Positives (vor allem Yardage), aber eben auch die eine oder andere Interception, da Hoyer den Ball unbedingt zu seinem Star-Receiver bringen wollte. Vor allem der Pick knapp vor Ende des Spiels hätte die Browns fast den Sieg gekostet.

… die Falcons mit 4-7 auf Playoff-Kurs sein könnten. Die Browns sind es überraschenderweise auch noch, dennoch werden die Rufe nach Johnny Football immer lauter. Brian Hoyer hat schon die dritte Partie in Folge fast eigenhändig verloren – Formkurve stark sinkend! Mit Kalibern wie Indianapolis, Cincinnati und Baltimore kommen noch einige harte Gegner und ich befürchte, dass die Browns die Playoffs nur vor dem Fernsehschirm aus miterleben werden, sollte bei Hoyer nicht der Schalter wieder kippen.


 

24 TEN vs PHI 40

… die Chip Kelly Offense tatsächlich unabhängig vom Quarterback zu funktionieren scheint. Ganz abgesehen vom Green Bay Packers Spiel, ist die Offense rund um Mark Sanchez erneut wie am Schnürchen gelaufen. Shady McCoy konnte ebenfalls wieder aufzeigen, und man konnte sich dadurch gut für das Thanksgiving Spiel einschießen. Die Frage wird erneut sein, ob Mark Sanchez mit der Stage umgehen kann und ob die Eagles Defense schafft die Dallas Offense etwas zu kontrollieren.

… die Titans dem anfänglichen Hype nicht gerecht werden können. An sich haben wir immer davon gesprochen, wie viel Talent am Roster sei, dies konnte sich leider nie wirklich manifestieren. Positiv anzumerken ist jedoch, dass die Titans eines der wenigen Teams sind, die tatsächlich den jüngsten und den mit am meisten Upside verfügenden Quarterback ganz in Ruhe die Saison beenden lassen. Jake Locker ist zwar mittlerweile wieder fit, aber seine Zeit in Tennessee ist wohl abgelaufen. Somit kann sich Zach Mettenberger weiter beweisen und zeigen, dass er es verdient, auch nächstes Jahr ein Teil der Quarterback-Competition zu sein.

… die Eagles, so dominant sie auch scheinen mögen, recht bald unter gewaltigen Druck kommen könnten. Sollte man eines oder eventuell sogar beide Spiele gegen die Cowboys verlieren, ist nicht die nur Division in Gefahr, sondern vor allem der eigentliche Playoff-Platz. Die NFC West schläft nicht und die Eagles sind einen weiteren Mark Sanchez Meltdown davon entfernt, sich die gesamten Playoffs von Zuhause anschauen zu müssen.


 

24 GB vs MIN 21

… die große Schlagzeile in diesem Spiel nicht Aaron Rodgers, sondern Teddy Bridgewater ist. Der Vikings-QB konnte das Spiel auch ohne Unterstützung seiner RBs relativ knapp gestalten, bzw. geriet zumindest nicht dermaßen unter die Räder, wie die letzten Gegner der Green Bay Packers. Die löchrige O-Line, die durch die Verletzung von Phil Loadholt nun noch schwächer ist, machte wohl ein mögliches Upset zunichte.

… auch die Packers-Maschinerie manchmal ins Stocken geraten kann. Doch auch wenn der Score relativ knapp war, das Match war es eigentlich kaum. Eddie Lacy kontrollierte mit 125 Yards das Geschehen, während Aaron Rodgers mit knapp über 200 Yards und 2 TDs eine ökonomische Partie ablieferte. Nach den Explosionen gegen die Bears und Eagles zuvor, war es aber doch ein großer Rückschritt. Vielleicht bereitete man sich schon Mental auf das Superbowl-Preview-Matchup gegen die Patriots am Sonntag vor…

… die Packers trotz eines schlechten Tags das beste Team der NFC bleiben. Auch alle potenzielle Rivalen um den Titel (Cardinals, Cowboys, Eagles, Seahawks) kamen nicht über mittelmäßige Leistungen hinaus. Die Errungenschaft des #1-Seeds ist nur noch eine Frage der Zeit, vorausgesetzt man bleibt verletzungsfrei. Der Weg zum Superbowl führt in der NFC wohl wieder über die “Frozen Tundra” in Green Bay und Rodgers hat des öfteren bewiesen, wie stark er dort spielt.


 

3 JAX vs IND 23

… die Jaguars gegen den übermächtigen Gegner durchaus mitspielen konnten. Dies liegt jedoch nicht an der Entwicklung des jungen Jaguars-QBsBlake Bortles, sondern an der inspiriert spielenden Defense, die überzeugt war, in Andrew Lucks Playoff-Suppe spucken zu können. Am Ende das Tages war aber die Offense gegen eine in Verlegenheit geratene Colts-Defense nicht produktiv genug, um den Ausgang des Spiels zu ändern. Dies lag zu einem Großteil an der O-Line, die in der Offseason unbedingt verbessert werden muss.

… die Colts O-Line noch weiter sinken kann. Chris Clemons dominierte die erste Hälfte, als wäre er Lawrence Taylor persönlich und man hat gesehen, dass auch ein Elite-QB wie Andrew Luck unter Druck strauchelt. Sollten sich die Colts in dem Aspekt nicht stark verbessern, wird in den Playoffs relativ schnell Schluss sein, wenn man auf gute Pass-Rusher wie z.B. jene in Baltimore oder Kansas City trifft. Gute Teams wissen, wie man solche Schwächen ausnützt…

… sich die Colts schon in Woche 13 zurücklehnen können, nachdem man bis Mitte Oktober starke Konkurrenz von den Texans gehabt hat. 2 Siege Vorsprung und die Texans spielen mit dem nun wohl geknickten Ryan Fitzpatrick. Eines der direkten Duelle steht noch aus, dennoch haben die Colts ansonsten zumindest 3 schlagbare Teams auf dem Programm (Washington, Cleveland, Tennessee). 10-6 ist ihnen wohl kaum zu nehmen, und somit auch die Division.


 

13 TB vs CHI 21

… Stephen Paea, Willie Young, Kyle Fuller und Chris Conte teilweise auf Pro-Bowl-Niveau spielen (vor allem ersterer!). Mit der Ausnahme von 2-3 herben Niederlagen waren die Leistungen der jungen Defense-Spieler in dieser Saison meistens überdurchschnittlich gut. Dass sich nun unbekannte Namen wie Cornelius Washington, Christian Jones und David Bass zu dem erfreulichen Treiben gesellen, macht Lust auf mehr. Wenn Veteranen wie Tim Jennings und Lance Briggs dieses Jahr keinen dermaßen großen Rückschritt gemacht hätten, wäre die Bears-Defense wohl mehr als respektabel gewesen. So kann man mit guten Leistungen nur gegen Keller-Teams, wie die Buccaneers, aufzeigen.

… Josh McCown sich bei den Bears wohl für den saftigen Vertrag, den er bei den Bucs gelandet hat, bedanken wollte. 2 Interceptions, 1 Fumble und zahllose ungenaue Pässe später läutet man wohl die letzten Wochen der #12 der Buccaneers ein. Ohne Laufspiel und ohne O-Line kann Josh McCown keine Wunder vollbringen. Er hat wieder bewiesen, dass letztes Jahr wohl ein Ausreißer war und er zurecht jahrelang als Backup von Team zu Team gereist ist.

… ein Team sowohl noch um die #1 im Draft, als auch in der Division mitkämpfen kann. Obwohl man nur einen Sieg mehr hat, als das schlechteste Team in der NFL, befindet man nur 2 Siege hinter den Atlanta Falcons, die die NFC South anführen. Ein Kuriosum, dass sich so spät in der Saison sicher nicht so schnell wiederholen wird. Auf der anderen Seite haben die Bears wieder etwas Playoff-Hoffnung geschöpft, doch sie brauchen einen perfekten Saisonabschluss und Schützenhilfe aus der NFC West (und East), um das Wunder zu schaffen.


13 WAS vs SF 17

… die 49ers weiterhin miitten im Geschehen sein können. Die letzten drei Spiel gewann man zwar äußerst knapp und alles andere als überzeugend. Colin Kaepernick hatte zwar rein statistisch gesehen ein besseres Spiel, als die letzten Wochen, jedoch fehlt nach wie vor der Rhythmus der Offense, der die letzten Jahre immer zum Erfolg geführt hat. In alter Andy Reid Manier vergisst man noch immer regelmäßig auf Frank Gore, was einen wesentlichen Teil der alten 49ers-Identität ausgemacht hat.

… es wieder Zeit für einen Quarterback-Wechsel in Washington ist. Colt McCoy darf sich ab kommender Woche wieder unter Beweis stellen. Die Saga rund um RG3 scheint sich dem Ende zu nähern. Dazu hört ihr aber natürlich ausführlich im Podcast am Samstag.

… San Francisco noch Chancen auf den Division-Sieg hat. Wie bereits im Podcast erwähnt, stehen uns noch einige spannende NFC West Division Matchups ins Haus. Darunter auch ein Spiel der Cardinals gegen die 49ers in Woche 17. Bis dahin muss natürlich noch viel passieren, aber wenn man es als 49ers soweit schaffen sollte, könnte man durchaus noch einen Gang hinaufschalten. Wenn die derzeit auf Top-Niveau spielende Defense noch ein wenig Unterstützung von der durchaus potenten Offense bekommt, steht einer Hot-Streak nichts entgegen.


31 DAL vs NYG 28

… ein Rookie Receiver allen die Show stiehlt. Dies ist aber aus zweierlei Blickpunkten gut. Denn einerseits täuscht der Catch über die unterdurchschnittliche Leistung der Giants hinweg, die mit einer 11-Punkte Führung die Cowboys nicht wegstecken konnten, andererseits hilft es den Cowboys, soweit es in dieser Phase möglich ist, etwas Abstand zu gewinnen, da nicht alle über die erneut solide bis dominante Leistung der Offense rund um Romo sprechen. Zusammengefasst kann man also sagen, dass der Highlight Catch von OBJ allen Beteiligten etwas Positives gebracht hat.

… die Cowboys bereits vor Thanksgiving ihre Sieg-Anzahl der letzten paar Jahre einstellen können. Es ist hilft natürlich, dass man nun mit 8-3 dasteht und zumindest 1 bis 2 Gegner kommen, die alleine mit dieser Offensive Line zu besiegen sind. Wie schon vor der Bye-Week erwähnt, dieses Cowboys Team hat einen ganz anderen Aufbau, als bisherige Teams, sowohl körperlich, als auch mental. Der wesentliche Punkt ist nach wie vor die Leistung der Offense und man kann sich hier bald legitim fragen, ob denn nicht eine gesamte Positions-Unit den MVP bekommen könnte.

… das kommende Cowboys-Eagles Spiel eine kleine Vorentscheidung bringen könnte, und das bereits in Woche 13. Es sieht nämlich ganz danach aus, dass die NFC East erneut zwischen diesen beiden Teams entschieden wird. Wie auch in einigen anderen Divisions, gewinnt man hier am ehesten noch mit guten Ergebnissen innerhalb der Division. Nun spielt man in den kommenden drei Wochen zwei Mal gegeneinander. Wer auch immer sein Heimspiel nutzen kann, ist klar im Vorteil. Anzumerken sei hier, dass die Cowboys auswärts bisher ungeschlagen sind (5-0!).


3 NYJ vs BUF 38

… die Michael Vick Ära nach 2 Wochen schon wieder vorüber ist. Geno Smith ist erneut als QB eingesetzt und startet kommenden Montag gegen die Dolphins. Mittlerweile sollte es einem fast egal sein, wer genau der Quarterback der Jets ist, denn die Saison ist bereits gelaufen. Am Papier macht es natürlich mehr Sinn dem jüngeren Quarterback Spielzeit zu geben. Aber dieser jüngere Quarterback, den man nun schon oft genug gesehen hat, ist halt nur Geno Smith. Um Daniel Jeremiah zu zitieren, kann man zumindest positiv anzumerken, dass Geno nur ein 2nd-Round Pick war, was im Gegensatz zu einem First Round Quarterback (zu dem man wohl oder übel verheiratet ist), dieser lediglich ein “Date” ist, dass man genausogut wieder loswerden kann.

… die Bills in Detroit besser aussehen, als es derzeit die Lions tun. Die dominante Defensiv-Leistung der Bills, gepaart mit einer soliden Offense, führte zu einem 38-3 Blowout. Leider kommt dies für die Bills etwas zu spät, denn das Playoff Rennen in der AFC ist viel zu knapp und hochwertig, als dass man sich noch tatsächlich irgendwelche Chancen ausrechnen könnte. Doug Marrone muss nun aber schauen, dass er noch so viele Spiele wie möglich gewinnt, gleiches gilt für Kyle Orton. Man darf also gespannt sein, welche Head Coach – Quarterback Kombination nächstes Jahr in Buffalo auflaufen wird.

… die Jets möglicherweise bald um den First Overall Pick kämpfen können. Es trennt sie lediglich 1 Sieg von den anderen Mitstreitern und die diese haben zumindest hin und wieder etwas Kompetenz gezeigt, als es die Jets praktisch die ganze Saison gemacht haben. Interessant wird hier ebenfalls die Richtung der Franchise sein – geht man mit einem neuen GM + HC + QB oder sogar nur mit neuem HC + QB, oder begnügt man sich am Ende doch nur mit z.B. Jameis Winston (3rd overall Pick)?

 

Bence
@SpenceLukacs

Philipp

@PhiFro51

Recap Woche 12 – Wer hätte gedacht, dass…