uncertainty-md

Hier werden wir jede Woche jene Spiele zusammenfassen, die wir nicht im LTF Viewers Guide bzw. nicht im Podcast besprochen haben. Damit ihr gleich ein besseres Bild über die jeweiligen Spiele und involvierten Teams bekommt, werden wir unsere Zusammenfassungen anhand eines etwas anderes Prinzips näherbringen. Nun denn, kommen wir zum NFL Spielwochenende Nummer 1, und wer hätte gedacht, dass…

 

28 SF vs DAL 17

… die Dallas Cowboys, bereits zu so einem frühen Zeitpunkt der Saison, ein Spiel tatsächlich wegen ihrer Offense verlieren. In Anbetracht dessen, in welcher Position die Defense von Anfang an Stand, ist die Leistung durchaus als respektabel anzusehen. Vor allem, wenn man bedenkt, welche Negativ-Rekorde in der letzten Saison aufgestellt wurden. Wenn das gesamte Team in den kommenden Spielen, in einer positiven Form zusammenfindet, steht einem erneuten 8-7 Finish, nichts mehr im Wege.

… die Defense der San Francisco 49ers, die gehörige Kritik einstecken musste, eigentlich nicht mehr diese Top-5 Unit zu sein, die sie die letzten Jahre waren, ein derartiges Statement setzen kann. Natürlich muss man den Spielverlauf mitbedenken, aber sie hatten zusätzlich zu den 3 Interceptions von Tony Romo und dem Fumble von DeMarco Murray, auch noch 3 Sacks zu verbuchen, und das gegen eine der vermeintlich besten Offensive Lines der Liga.

… im Gegensatz zur vorigen Saison, Jim Harbaugh eine etwas größere Portion des Playbooks für Colin Kaepernick aufzumachen scheint. Einige der Read-Plays die gegen Dallas gelaufen wurden, sah man sonst erst gegen Ende der Saison, bzw. überhaupt erst in den Playoffs. Ob es tatsächlich an der Verletzung von Colin Kaepernick lag, dass es nur sporadisch eingesetzt wurde, wird sich zeigen, wenn die 49ers Offense gegen größere Defense-Kaliber spielt und man mehr Asse aus dem Ärmel ziehen muss, um bereits in der Regular Saison mitspielen zu können.


 

6 WAS vs HOU 17

… JJ Watt nicht nur dort fortsetzt, wo er die letzten zwei Jahre aufgehört hat, sondern trotz eines neuen Vertrages noch eins draufsetzen kann. Obwohl die Verletzung von Jadaveon Clowney sämtliche NFL-Fans weiter sehnsüchtig darauf warten lässt, dieses mörderische Pass-Rush-Duo wirklich in Action zu sehen, könnte seine Rückkehr in etwa 5 bis 6 Wochen genau Rechtzeitig kommen. Mit einem gesunden und etwas erfahreneren Clowney, in das letzte Saisondrittel zu gehen, wird Houston beim Kampf um die Playoff Plätze einiges weiterhelfen.

… die Offense rund um Jay Gruden, trotz “guter” Leistung, sich als so harmlos erweist. RG3 scheint zwar immer noch nicht so komfortabel zu sein, wie in seiner Rookie-Saison, aber zumindest die Statistiken lassen auf Verbesserung hoffen. Mit 29 von 37 Pässen für 267 Yards, und einem Alfred Morris der knappe 100 Yards erlief, könnte sich ihr Glück ebenso schnell wieder wandeln und sie zu der High-Octane-Offense aus 2012 zurückkehren lassen.

… Arian Foster sich auch in dem neuen Scheme von Bill O’Brien zurechtfinden kann. Obwohl O’Brien nicht komplett auf das Zone-Running verzichtet hat, was natürlich zur großen Freude von Foster war, war es dennoch wieder gut ihn in Action zu sehen. Es sieht aber leider auch ganz danach aus, dass Arian Foster die Offense fast alleine tragen wird müssen, da Ryan Fitzpatrick noch nicht seine ‘Fitzmagic’ wirken lassen konnten, sondern eher teilweise – sehr leise Rufe zwar –  aber dennoch Rufe nach einem Ryan Mallett bzw. Tom Savage hervorgebracht hat.


 

34 MIN vs STL 6

… die Minnesota Vikings es die letzten Jahre immer wieder schaffen, die Ultimativen All-Around-Playmaker im Draft herauszuklauben. Die Jahre zuvor war es ein Percy Harvin, dieser Tage ist es ein Cordarelle Patterson, der nicht nur Kickoffs zurücktragen kann, und dort immer wieder gefährlich werden kann, sondern auch noch zusätzlich zu seiner angestammten Position des Receivers, ähnlich zu Percy, auch aus dem Backfield als Ballträger ein Game-Changer sein kann/ist/wird.

… die St. Louis Rams, als erneut jüngste Mannschaft der NFL, dennoch gewisser weise in einem Rebuilding-Mode gefangen sind. Es stellt sich besonders die Frage ob ein Sam Bradford tatsächlich einen Unterschied gemacht hätte. Die Kombination aus einem Shaun Hill und Austin Davis, wird über die Saison gesehen, bestimmt ungefähr das produzieren was auch Bradford geschafft hätte. Das Problem liegt aber anscheinend dennoch woanders, denn selbst ihre hoch-gehandelte Defense schien machtlos gegen die Vikings. Wohin der Weg der Rams diese Saison führen wird, ist unklar, Talent ist auf beiden Seiten gegeben, aber mit derartigen Performances wird man den Schritt vorwärts nicht machen können.

… die Vikings Defense tatsächlich hält, was sie verspricht. Zugegeben, die Herausforderung gegen eine QB-Kombination aus Backup und UDFA zu spielen, ist keine Große, dennoch hatten sie das Spiel während der gesamten Zeit unter Kontrolle. Mehr noch, die Puzzle-Stückchen der letzten Jahr scheinen zusammenzurücken – Everson Griffen, Shariff Floyd, Xavier Rhodes, Harrison Smith und der Neuzugang Anthony Barr könnten in den kommenden Jahren eine der besten Defensiv-Units der Liga formen.


 

35 DET vs NYG 17

… die neue Kurzpass-Offense von Ben McAdoo den Giants nicht über einen weiterhin schlecht spielenden Eli Manning hinweg helfen kann. Die Detroit Lions Defense und ihre Front 7 zählen sich zum oberen Drittel der NFL, dennoch waren ihre DBs schon länger ein Fragezeichen. Beänstigend für die Giants ist ebenfalls, dass ein Victor Cruz nur 2 Catches für 24 Yards hatte. Hier gilt es so schnell wie möglich zu versuchen, ihn wieder in das Passspiel zu integrieren, sonst kann die Saison sehr früh, sehr böse ausschauen.

… sich unter Jim Caldwell per se nicht viel geändert hat, was die Lions Offense angeht. Was die Ballberührungen für die Runningbacks angeht, beendete Reggie Bush das Spiel mit 15 (9 Läufe, 6 Gefangene Bälle) und Joique Bell mit 16 (15 Läufe und 1 Catch). Worauf die Lions in Zukunft aber dennoch achten müssen, ist nicht zu einseitig zu werden, was die Ballverteilung unter den Receivern angeht. Es ist klar, dass Megatron das Team anführt, aber wenn Golden Tate und Reggie Bush, mit jeweils 6 Catches, als Nummer Zwei in den Stats stehen und dahinter sich lediglich 3 Spieler mit jeweils einem Catch aufreihen, kann es gegen bessere Pass-Defenses schnell schlecht aussehen.

… sich das große Investment der Giants in Cornerbacks, dermaßen nicht auszahlt. Es ist klarerweise nicht einfach einen Calvin Johnson zu kontrollieren, dennoch hat man sich doch erwartet, dass bei der Menge an Geld, die man hingeblättert hat, es nicht so einfach für gegnerische Pass-Offenses wird, über das Feld zu marschieren. Die Giants müssen sehr schnell ihre Kommunikationsschwierigkeiten und Scheme-Probleme in den Griff bekommen.


 

14 OAK vs NYJ 19 oder auch #theyhaditcoming: #OhNoYouDidn’tGeno

… die New York Jets “trotz” Geno gewinnen können. Eine solide D-Leistung plus ein starkes Running Game sichern Rex Ryan eine Woche lang trügerische Ruhe und Sicherheit. Geno Smith scheint sich im Vergleich zur Vorwoche verbessert zu haben, ist aber noch immer ein Garant für Turnovers. Ball Security = richtig mies.

… die Oakland Rainers Offense mit einem Rookie QB gegen die Jets D zu Beginn relativ stark ausgesehen. David Carrs erster Dropback war zwar holprig aber hat er hat dann mit einigen Completions und dem TD Pass zur Führung stark begonnen . Matt Schaub wird der bestbezahlteste Backup der heurigen Season bleiben.

… Quentin Coples so einen Hit austeilen kann: http://www.nfl.com/videos/nfl-cant-miss-plays/0ap3000000390469/Wk-1-Can-t-Miss-Play-Coples-clothesline BOOM das war ein Start in die 2te Hälfte!


 

17 JAX vs PHI 34

… die Jaguars die erste Hälfte dominieren. 17:00 zur Pause sprach eine eindeutige Sprache. Super Rookie Hurns macht bei seinen ersten beiden Catches in einem NFL Regular Season Game gleich zwei TD’s und schon sieht die Jaguars Welt rosig aus. Wäre da nur nicht das 3te und 4te Viertel gewesen…

… die Philadelphia Eagles Fans Grund zum Buhen in der Halbzeit Pause haben. Die Eagles Fans sind als besonders kritisch bekannt, aber das sie gegen die Jags im ersten Saison Spiel bereits das eigene Team ausbuhen, war selbst für den kritischsten Fan eine Überraschung.

… Mark Sanchez als Backup Chance auf Spielzeit bekommt. Noch mehr unrunde Leistungen kann sich Nick Foles nicht leisten. Wie heißt immer so schön: “Der Backup QB ist der beliebteste Mann der Stadt!” Besonders wahr bei einer lautstarken Fanbase.


 

17 SD vs ARI 18

… sich Phillip Rivers und die Chargers noch den Sieg wegschnappen lassen. Ein Fieldgoal hätte bereits zum Sieg gereicht und das nach einer relativ komfortablen 11 Punkte Führung. Shame on you – Phillip Rivers.

… Larry Fitzgerald im 4ten Viertel seinen ersten Catch macht und die Cardinals trotzdem gewinnen. Carson Palmer verteilt die Bälle gut, es fingen insgesamt 11 verschiedene Spieler einen Ball.

… nach vielen Unklarheiten, Andre Ellington anscheinend doch fit genug ist, zu spielen. Er spielte nicht nur, sondern bekam trotz der Verletzungsgerüchte sogar ganze 18 Touches mit denen er 80 Yards rausholen konnte. Es ist zwar nicht ganz die Leistung, die die Cardinals von ihm erwarten, es ist aber dennoch ein gutes Zeichen, dass er tatsächlich spielen konnte. Das hilft natürlich nicht nur Carson Palmer und der Offense, sondern auch der anscheinend wieder-erstarkten Defense.


 

23 BUF vs  CHI 20

… EJ Manuel ausschaut wie ein NFL-Quarterback. Klar, die Bears Defense hat es ihm nicht besonders schwer gemacht und das Laufspiel mit C.J. Spiller, Fred Jackson und Anthony Dixon hat mehr als gut funktioniert, dennoch hat er Drives am Leben erhalten und war durch und durch überaus solide. Nach der schwachen Preseason ein wichtiges Lebenszeichen!

… Jay Cutler immer noch nicht aus seinen Fehlern gelernt hat. Viele gute Würfe und Big Plays – trotz einigen Verletzungen in der O-Line und im Receiving Core – aber wie üblich dieser eine fehlgeleitete Wurf, der die Bears das Spiel gekostet hat. Eine Interception, wie die zu Nose tackle Kyle Williams, ist unentschuldbar und darf einem Spieler mit brandneuem 126-Millionen-Vertag nicht passieren.

Abgesehen davon war Matt Forte der beste Spieler am Feld und hat wieder einmal bewiesen, dass er zu den besten in der NFL gehört.

… die vermeintlich stark verbesserte D-Line der Bears doch nicht in Erscheinung treten konnte. Viele offene Löcher, kaum Druck auf den Quarterback, nur 1 Sack. Buffalo gehörte zwar letzte Saison zu den besten Rushing Offenses der Liga, dennoch wird man mit solchen Leistungen nicht weit kommen. Jared Allen war unsichtbar und auch Lance Briggs schaut mittlerweile aus, wie ein alternder Mann; nicht unbedingt ein gutes Zeichen für die Bears Defense!


 

20 CAR vs TB 14

… Derek Anderson der beste Quarterback am Feld sein würde. Nachdem die Entscheidung verlautbart worden war, Cam Newton würde nicht spielen, hatten die meisten die Panthers schon abgeschrieben. 2 Touchdowns und 0 Interceptions gegen eine solide Lovie Smith-Defense zeigen, dass auch er einmal ein guter NFL-Starter gewesen ist. Nach dieser Performance müssen die Panthers Cam Newton nicht unbedingt spielen lassen, bevor er nicht zu 100% fit ist. Derek Anderson ist adäquater Ersatz.

… der Receiving Core der Panthers doch nicht so schlecht ist. Andersons Performance ist auf die entsprechenden Leistungen seiner Receiver und Tight Ends zurückzuführen. Kelvin Benjamin spielt nicht wie ein Rookie und auch Greg Olsen scheint einen Schritt nach vorne gemacht zu haben. So sehr wir die Panthers aufgrund ihrer Receiver-Lage in diversen Let’s Talk Football-Podcasts gescholten haben, müssen wir nun doch zugeben, dass es doch besser ausschaut als erwartet.

… Josh McCown doch nicht die Antwort auf die Quarterback-Frage der Tampa Bay Buccaneers ist, auch nicht auf kurze Sicht. Viele zweifelhafte Entscheidungen und grauenhafte Interceptions prägten das Spiel des 35-jährigen. Die Front-7 der Panthers machte ihm und Doug Martin das Leben sehr schwer. Sollte sich die O-Line nicht wie durch ein Wunder verbessern, hat dieses Tampa Bay Team heuer eher keine Chance.


 

24 IND vs DEN 31

… Peyton Manning und seine Offense gegen eine mittelmäßige Colts Defense nur allzu menschlich ausschauen kann, und das auf heimischem Rasen! Die zweite Hälfte war mehr als desaströs! Unzählige Drops, viele schlechte Würfe und nur ein guter Drive der Broncos waren am Ende fast zu wenig. Als es darum ging im 4. Viertel die Uhr auszulaufen, konnte Manning nur noch 3&outs zustande bringen.

In der ersten Hälfte war die Welt noch in Ordnung, die Offense funktionierte wie ein schweizer Uhrwerk; dennoch könnte man in Denver Grund zur Sorge haben.

… Emmanuel Sanders dermaßen einschlägt. Mit Peyton Manning als Quarterback hat man es natürlich leichter, dennoch waren einige Catches sehr beeindruckend. Sanders scheint die Aufmerksamkeit, die Defenses auf Julius und Demaryius Thomas legen, perfekt ausnützen zu können. Dieser Offseason Move könnte sich in Zukunft mehr als bezahlt machen! Einer Eric Decker-ähnlichen Saison steht nichts im Wege.

… Andrew Luck einmal die Chance auf einen Comeback nicht wahrnehmen kann. Die Broncos-Defense war diesmal – auch dank der starken Offseason – zu stark und die O-Line der Colts einfach zu schwach. Dass man trotz 24-0 Rückstand gegen die amtierenden AFC Champions wieder ins Spiel gefunden hat, ist sehr beeindruckend und beweist, dass die Colts immer noch zu den besten Teams der AFC zählen.

 

 

Bence
@SpenceLukacs

Kurt
@kurtfresh

Philipp
@PhiFro51

Recap Woche 1 – Wer hätte gedacht, dass…