Hier fassen wir jede Woche jene Spiele zusammen, die wir nicht im  Podcast besprochen haben. Damit ihr ein besseres Bild über die jeweiligen Spiele und involvierten Teams bekommt, werden wir unsere Zusammenfassungen in drei Punkte teilen. Unser klassisches ‘wer hätte gedacht, dass…’ ergänzen wir durch ‘was zu erwarten war’ und bringen euch auch einen Extra Point!
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31 CIN vs CLE 10 

Was zu erwarten war:

Die Bengals geben sich keine Blöße gegen ein weiterhin sehr schwach gecoachtes Browns-Team. Andy Dalton spielt, für seine Verhältnisse, weiterhin auf einem unglaublichen Niveau. Er findet 3-mal Tyler Eifert, die vermutliche (zweit)beste Tightend-Redzone-Waffe der NFL, und bringt damit einen Division-Sieg nach Hause. Wie bereits letztens erwähnt, erwartet die Bengals in den kommenden Wochen nicht viel Gegenwehr und sie steuern derzeit auf ein wichtiges First-Round-Bye zu.

Wer hätte gedacht, dass…

Trotz der guten gegnerischen Defense, und der sogenannten Talking-Heads am Tag danach, Johnny Alkbottle ein sehr braves Spiel abliefert. Stats eignen sich in diesem Fall erneut nicht, denn es scheint weder die Pressure auf, die er in entscheidenden Momenten bekommen hat, noch die wichtigen und zahlreichen Drops seiner Receiver.

Extra Point:

In Anbetracht der Leistungen von JFF und der Lage der Browns, ist es weiterhin kaum zu verstehen, wieso Mike Pettine so darauf beharrt Josh McCown starten zu lassen, sobald dieser wieder fit wird. Die Browns spielen schon lange nicht um die Playoffs mit, die Defense des Defensive-Minded-HCs (Mike Pettine) gehört zum unteren Durchschnitt und man hat einen 1st-Round-Pick in einen QB investiert (JFF) – es stellt sich also erneut die Frage, wieso man lieber einem 36-jährigen QB spielen lassen möchte. Die Hoffnung für Browns-Fans ist, dass Mike Pettine hoffentlich bald gefeuert wird, und für JFF, dass er aus Cleveland entkommen kann.


33 BUF vs MIA 17

Was zu erwarten war:

Eine Bills Offense mit Tyrod Taylor, Sammy Watkins, Shady und Karlos Williams kann die Bills wieder in altem Glanz erscheinen lassen. Man kann von den Dolphins halten, was man möchte, aber die Bills Offense in voller Besetzung kann vielen Defenses Probleme bereiten. Denn wenn wir genau hinschauen: Tyrod hatte eine Incompletion (11 von 12), Sammy Watkins hatte knapp 170 Receiving Yards und man hatte zwei RBs über 110 Yards. So etwas ist selten nur durch Zufall zu erreichen

Wer hätte gedacht, dass…

Die Dolphins vermutlich doch, unabhängig von HC, einfach ein unterdurchschnittliches Team sind. Das Potential wäre sowohl offensiv, als auch defensiv gegeben, aber mittlerweile hat man doch zwei herbe Niederlagen in Folge einstecken müssen, dies noch dazu gegen Division-Gegner. Klar, Dan Campbell würde am liebsten seltener gegen die Patriots und ein fittes Bills Team spielen, aber selbst in solchen Spielen sollte sein Team zumindest annähernd mithalten und kompetetiv sein können. Das Momentum des Coaching-Wechsels ist auf jeden Fall schon Geschichte.

Extra Point:

Die Bills hatten lediglich 18 First Downs (zu 29 der Dolphins). Ein Grund dafür war, dass man unglaublich explosive Spieler hat, denn Shady hatte einen 48-Yard TD Run, Karlos Williams hatte einen 38-Yard TD Run und Sammy Watkins’ längster Catch war über 63 Yards. Wie bereits erwähnt, ist das mittlerweile die Unit von Rex, die mehr Aufsehen erregt, denn seine Defense konnte bisher ihre Rex-Qualitäten kaum unter Beweis stellen.


18 TB vs NYG 32

Was zu erwarten war:

Der Höhenflug der Bucs wird in einem qualitativ mittelmäßigen Spiel von den Giants gestoppt, besonders nachdem man das Shootout gegen die Saints letzte Woche verloren hatte. Die Giants Offense konnte zwar nicht die selben Statistiken produzieren, jedoch konnte sich die Defense (rund um den Wiederkehrer JPP) zusammenreißen und die Bucs weitestgehend kontrollieren. Bleibt die Frage, ob man das auch behaupten hätte können, wenn Mike Evans nicht jeden zweiten Ball einfach fallen gelassen hätte; 250 Receiving Yards wären sehr wohl möglich gewesen und hätten für ein viel spannenderes Spiel gesorgt!

Wer hätte gedacht, dass…

Trotz der Niederlage (bzw. des Sieges) die Bucs (Giants) bereits mit 3-5 (nur mit 5-4) dastehen. Am Papier eigentlich recht ähnliche Records, aber mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen. Mit 3-5 sind die Bucs auf gutem Wege ihre letztjährigen Leistungen zu überbieten, sind aber in der Division mit den Panthers gelandet und haben somit so gut wie keine Chance auf eine Playoff-Teilnahme. Anders bei den Giants, wo derzeit ein 5-4 Record für den ersten Platz in der NFC East reicht.

Extra Point:

Beide Teams fuhren ohne einen Sack nach Hause, der wesentliche wichtigere und spannendere Stat ist aber, dass Jameis die letzten 4 Spiele keinen Turnover produziert hat! Sehr, sehr gute Entwicklung und Leistung eines Rookie-QBs. Man kann sich nichts besseres von seinem Rookie-QB wünschen, als ein klassischer Game-Manager zu sein, wobei Jameis eigentlich mehr als das war: siehe Evans, Mike, Punkt 1.


 27 NE vs WAS 10 

Was zu erwarten war:

Ein weiterer Sieg der Patriots, total kontrolliert und nie in Gefahr. Eigentlich läuft für die Patriots momentan alles wie geschmiert: Die Defense produziert wertvolle Turnovers und die Offense verteilt auf klassische Art und Weise den Ball – jede Woche kommt jemand anderer zum Handkuss. Diesmal durfte Brandon LaFell die 100 Yard-Marke überschreiten. LeGarrette Blount ist weiterhin eine große Stütze für Brady; dies wird er nach Dion Lewis’ Verletzung auch weiterhin beibehalten müssen!

Wer hätte gedacht, dass…

Ein Backup Center als Right Tackle eingesetzt werden muss und der Gegner trotzdem ohne Sack bleibt. In Folge der vielen Verletzten an der Pats O-Line (nun auch Sebastian Vollmer lädiert) musste Bryan Stork – Starting Center 2014, gerade von einer Verletzung zurückgekommen – umsatteln und die ungewohnte Position des RT einnehmen. Was uns das sagt? Viel darf dort nicht mehr passieren, sonst bekommen sogar wir noch Vertragsangebote aus New England und Tom Brady darf die Playoffteilnahme der Patriots aus dem Krankenbett betrachten.

Extra Point:

Die Redskins, wie bereits erwähnt Sack-frei, hatten auch offensiv keinen Erfolg. Vor allem das anfangs der Saison so hochgelobte Laufspiel mit Matt Jones und Alfred Morris bleibt seit einiger Zeit hinter jeglichen Erwartungen. Auch hier spielen Verletzungen an der O-Line eine Rolle. Doch während man es in New Englang trotzdem noch schafft mit Blount über 100 Yards zu machen, geht in Washington mit knapp über 2 YPC nichts weiter. Das Coaching macht’s aus! Die Ära Gruden geht wohl langsam zu Ende.


 28 NYJ vs JAX 23

Was zu erwarten war:

Die Jets nutzen die Defizite an der O-Line und im Secondary der Jaguars und holen so einen weiteren Sieg, der sie im Wild-Card-Race an der Spitze hält. Rookie Lorenzo Mauldin und seine bekannteren Kollegen an der D-Line machten Blake Bortles mit 5 Sacks und konstanten Druck das Leben zur Hölle und Ryan Fitzpatrick konnte Eric Decker und Brandon Marshall problemlos bedienen. Sorgen bereitet jedoch die Tatsache, dass man das Spiel nicht wirklich wegstecken konnte und den Jaguars am Ende sogar noch eine Chance gab… Ob Nick Mangolds Verletzung daran Schuld ist?

Wer hätte gedacht, dass…

Bortles und seine Receiver, trotz Druck, gegen die namhaften Jets-DBs überraschend wenig Mühe haben explosive Plays zu machen. Man kämpft in New York zwar mit einigen Verletzten auf der Safety-Positon, außen hat man aber immer noch Darrelle Revis und Antonio Cromartie stehen, die jedoch beide mit zwei second-year-Receivern ihre Probleme hatten. Beide “Allen”s machten über 120 Yards und Bortles somit auch weit über 300. Man hat hier ähnliches Potenzial wie z.B. die Raiders, es fehlt jedoch die Protection und somit auch die Sicherheit und Ruhe in der Pocket, was manchmal zu Turnovers führt. Ganz nach dem Motto der Raiders rechnen wir schon nächste Saison mit einem Breakout-Jahr der Offense!

Extra Point:

Nick Folk, der Kicker der Jets, verletzte sich beim aufwärmen am Oberschenkel und Punter Ryan Quigley musste das Kicken der Extra Points übernehmen. Da Quigley aber kaum für sich selbst Holder spielen kann und der Backup auf dieser Position, Ryan Fitzpatrick, durch eine Daumenverletzung nicht in der Lage ist, einen Longsnap zu fangen, musste der nun verletzte/arbeitslose Kicker ran. Schlussendlich war der Punter Kicker und der Kicker Holder. Verrückte Welt, danke Jets.


Der einzige Gedanke, den man nach dem Lesen unseres Blogs hat, ist…

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Bence @SpenceLukacs

Philipp @PhiFro51

Recap der Woche 9 – Extra Points

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