Hier fassen wir jede Woche jene Spiele zusammen, die wir nicht im  Podcast besprochen haben. Damit ihr ein besseres Bild über die jeweiligen Spiele und involvierten Teams bekommt, werden wir unsere Zusammenfassungen in drei Punkte teilen. Unser klassisches ‘wer hätte gedacht, dass…’ ergänzen wir durch ‘was zu erwarten war’ und bringen euch auch einen Extra Point!
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38 CAR vs ATL 0

Was zu erwarten war:

Genau dieses Ergebnis. Punkt, aus, Schluss. Ein Team wie die Panthers lässt sich von einer der schlechtesten fünf Mannschaften der NFL nicht die Butter vom Brot nehmen (7 der letzten 8 Spiele verloren, 6 in Folge). Man könnte dies als eine Bye-Week vor der Bye-Week bezeichnen, denn so richtig Football gespielt hat man bestenfalls in der ersten Halbzeit, wenn überhaupt.

Wer hätte gedacht, dass…

Die Panthers weniger als 50 Punkte scoren… Spaß beiseite, man hätte sich von den Falcons zumindest ein kleines bisschen Gegenwehr erwartet; die kam aber nicht. Defensiv ließ man zu, dass Ted Ginn Jr. einen gleich zwei Mal mit seiner einzigen Waffe schlägt und Cam dank Jonathan Stewart seine stärkste Waffe gar nicht einmal einsetzen musste. Offensiv standen wieder einmal zig Turnover am Programm; einwandfrei umgesetzt von Matt Ryan und co. Man fragt sich wie tief dieses Falcons-Team in den letzten drei Wochen noch fallen kann.

Extra Point:

Ouch. Genau in so einem unwichtigen Spiel verletzt sich Cam Newtons einzig verlässlicher Passempfänger, Greg Olsen, bei einem Catch-Versuch in der Endzone. Die Knieverletzung, die er erlitt, schaute hässlich aus und Olsen setzte das ganze Spiel aus, sodass viele Fans (inkl. uns) sich schon Sorgen gemacht haben, wie es denn nun ohne Olsen weitergeht. Nach dem Spiel kam aber Entwarnung: Olsen sei o.k. und hätte spielen können, wenn es um etwas gegangen wäre. Glück gehabt!

 


28 GB vs DAL 7 

Was zu erwarten war:

Nach einem emotionalen Sieg gegen Washington vergangene Woche, tritt man gegen ein, ebenfalls von einem knappen emotionalen Sieg kommendes Packers-Team an, dass sich wiedererstärkt Richtung Playoffs bewegt und somit beflügelt aufspielen kann. Grundsätzlich bestanden noch entfernte Chancen auf einen Division-Sieg der Cowboys, jedoch sah man sich zu Kickoff bereits diesbezüglich gehörig unter Druck, denn sowohl die Redskins, als auch die Eagles konnten ihr Spiel gewinnen, womit sich der Druck und die Emotionen zu einem Cocktail mischten, den die Cowboys einfach nicht verkraftet haben, denn es war eigentlich mit mehr Gegenwehr zu rechnen.

Wer hätte gedacht, dass…

Offensiv so wenig läuft, trotz eines Dez Bryant, der von einem Rookie gedeckt wurde, und einer Offensive-Line, die einige riesige Löcher aufblocken konnte. An sich wiederholte sich in gewisser Weise das Szenario aus den letztjährigen Playoffs, in denen die Cowboys-Defense die Packers-Offense einfach nicht aufhalten konnte, und die Cowboys-Offense nicht unbedingt ihren Rhythmus fand, siehe nächster Punkt.

Extra Point:

Eddie Lacy und James Starks erliefen kombiniert 195 Yards und 2 TDs bei 35 Versuchen. Wie bereits im vorigen Punkt erwähnt, ist das ein wesentlicher Faktor, der es einem ermöglicht Rhythmus aufzubauen, denn auf der gegenüberliegenden Seite erlief McFadden zwar über 100 Yards, davon waren aber zwei seiner Läufe jeweils über 40 Yards lang. Die Frage, die man sich hierbei erneut stellen sollte, ist, wieso man in einem knappen Spiel lieber 29-mal mit Cassel wirft, als McFadden und Turbin öfter den Ball zu geben (kombiniert 16 Laufversuche)? Manche Teams lernen nicht dazu….


 21 STL vs DET 14 

Was zu erwarten war:

Zwei ganz wesentliche Dinge: einerseits, dass die good-vibes und der Höhenflug der Lions nicht weitergehen werden (nachdem man ja nur sehr knapp gegen die Packers verloren hatte), und dass Todd Gurley nicht wieder unter 70 Yards gehalten wird, wie im vergangenen Monat. Das Ganze endete damit, dass eben jener Gurley das Spiel dominierte und die Lions aus irgendeinem Grund offensiv nichts zustande brachten. 46 Pässe von Stafford, mit 30 Completions für nur 245 Yards könnte einer der Gründe dafür sein – wo wir uns, wie schon zu oft gesagt und geschrieben, die Frage stellen, wieso man in einem knappen Spiel nur 17-mal seinen RBs den Ball gibt…

Wer hätte gedacht, dass…

man mit Case Keenum, der stolze 14 von 22 Pässen für ganze 124 Yards und einer Interception angebracht hat, tatsächlich ein richtiges, echtes, professionelles NFL-Spiel gewinnen kann. Somit ergeht nun der Aufruf an euch: habt ihr die nächsten 2 Sonntage Zeit ein paar Bälle zu werfen (egal mit welchem Erfolg), und euch möglichst oft umzudrehen und einem Mann namens Gurley den Ball zu geben? Wenn ja, meldet euch bitte in der QB-Abteilung der St. Louis Rams, die Stelle erfordert so gut wie keine Sonderkenntnisse und ist stets unbesetzt!

Extra Point:

Es ist immer interessant zu sehen, wie Teams mit Situationen umgehen, in denen sie für nichts mehr spielen müssen. Ein Sieg war in diesem Fall für beide Teams einfach nur schlecht. Klar, man kann am Ende der Season möglicherweise sagen, man sei immerhin Dritter in der Division geworden, aber dennoch… Besonders fragwürdig ist es gerade dann, wenn man diverse junge Spieler etwas mehr ins Spiel bringen könnte, wie einen Ameer Abdullah, der, wie die ganzen anderen Lions-RBs, das gesamte Spiel dabei zusehen durften, wie Stafford vergeblich versucht den Ball zu werfen… Manche Teams lernen einfach nicht dazu…


30 NYJ vs TEN 8 

Was zu erwarten war:

Die Jets Front-7 dominiert die Titans O-Line und trägt so einen nicht unwesentlichen Beitrag zum Sieg bei. Vor allem 2016-er Free Agent Muhammad Wilkerson hat mit drei Sacks bewiesen, dass er am Markt locker einen Suh-ähnlichen Vertrag verlangen kann und ihn dann wahrscheinlich auch bekommt! Man hat als gesamte Defense nichts erlaubt, bis die Titans in “Garbage Time” schließlich noch einen Trick-Play-TD erzielten und einige Yards sammeln konnten. Diese Defense ist momentan mehr als nur playoffreif.*

Wer hätte gedacht, dass…

Brandon Marshall und Eric Decker sich zu einem der besten (wenn nicht DEM besten) Receiver-Duo der NFL entwickeln. Beide dominieren Woche um Woche die Konkurrenz, auch wenn diesmal ein kurioses Play beim Stat-Sammeln half (siehe unten). Dennoch, die Balance im Jets-Angriff stimmt: Neben den beiden fungiert Bilal Powell als solide Checkdown- und Screen-Option (alle 3 mit einem TD-Catch) und Chris Ivory ist dafür zuständig, dass jeder Gegner den Lauf respektiert (über 100 Yards am Boden). Auch auf dieser Seite muss man resümieren: playoffwürdig.*

Extra Point:

Die Titans waren bei einem Play zu langsam aus dem Huddle heraußen, sodass die Jets-Offense bereits kurz vor dem Snap war. 300-Pfund DT Jurrell Casey schaltete am schnellsten und sprintete Richtung Sideline, um Brandon Marshall am einfachsten TD seiner Karriere zu behindern. Dabei erreichte er eine Endgeschwindigkeit von über 30 km/h!!!! Leider waren die Bemühungen umsonst, denn Marshall schaffte es in die End-Zone, trotzdem muss man anerkennen, welch Weltklasse Athlet und Sprinter Casey ist.

 

*Zumindest, wenn man in den Playoffs auf die Titans treffen würde…


17 TB vs NO 24

Was zu erwarten war:

Kaum haben die Bucs Chancen auf die Playoffs, werden sie hart auf den Boden der Realität zurückgeworfen. Man ist mit seinem jungen Team eben noch nicht so weit, um im Jänner mit den Big Boys der NFC mitzuspielen. Lovie befindet sich mit seiner Truppe erst im Aufbau, vor allem im Defensive Backfield wo man eigentlich alle vier Starter austauschen müsste. Dies hat Drew Brees in diesem Spiel noch einmal deutlich gemacht, denn er warf eine Completion Percentage von über 75%, und das ohne dass sich die Bucs irgendwie auf den Lauf hätten fokussieren müssen; Mark Ingram war ja bekanntlich out. Also, liebe Buccaneers, DBs scouten ist angesagt!

Wer hätte gedacht, dass…

Tim Hightower und nicht C.J. Spiller für eben jenen Mark Ingram in die Presche springt, und das gar nicht mal so schlecht! 85 Yards und 1 TD schauten gegen die hilflosen Bucs am Ende des Tagen für ihn heraus. Spiller scheint die Gunst der Coaches mit seinen diesjährigen Leistungen nicht gewonnen zu haben und bleibt bis auf weiteres der Möchtegern-Dion-Lewis New Orleans’.

Extra Point:

Die Offense der Bucs darf nicht unerwähnt bleiben! Überraschenderweise hielt die Saints-Defense – anders als gegen “übermächtige” Offenses wie z.B. Giants oder Titans – dem Bucs-Angriff stand und erlaubte nur 17 Punkte. Wie in der NFL üblich, hat man aus Buccaneers-Sicht viel zu früh auf den Lauf verzichtet, denn Doug Martin lief in der Anfangsphase des Spiels ausgezeichnet (11-81-1). Jameis Winston konnte von der Rückkehr ASJs noch immer nicht profitieren und warf gegen die magere DB-Truppe der Saints für schwache 182 Yards. Auch hier heißt es mit der Saison abzuschließen und sich auf 2016 zu konzentrieren.


23 PHI vs BUF 20 

Was zu erwarten war:

Neue Woche, neues Big Play von Sammy Watkins. Der junge Bills-Receiver ist momentan für mindestens einen langen TD pro Spiel gut. Anerkennen muss man aber auch den Mann, der für das Werfen des Balles verantwortlich ist: Tyrod Taylor. Auch wenn er allgemein etwas mit seiner Passgenauigkeit zu  kämpfen hat, so muss man sich eingestehen, dass seine tiefen Würfe überraschend oft einen Abnehmer finden. Jetzt muss nur noch das Kurzpassspiel besser werden; und die O-Line, siehe Punkt 2.

Wer hätte gedacht, dass…

Shady McCoys Rückkehr nach Philly dermaßen in die Hose geht. Ein langer Lauf ist ihm gelungen, sonst nichts, denn die Eagles-D-Line dominierte das Spiel nach Belieben. Man konnte Vinny Curry und Fletcher Cox den ganzen Nachmittag/Abend lang einfach nicht blocken. Zahlreiche Holdings waren die Folge, wodurch Taylor und seiner Offense sämtlicher Rhythmus geraubt wurde und man auch aus Coach-Sicht kein normales Playcalling mehr benutzen konnte. Die Eagles-D-Line war dermaßen motiviert, McCoy auf keinen Fall das Spiel gewinnen zu lassen, dass man den Erfolg und somit den Verbleib im Playoff-Rennen getrost auf die Kappe dieser Unit setzen kann.

Extra Points:

Ich kann selbst nicht glauben, was ich gerade schreibe… Haltet euch fest: Sam Bradford hatte ein gutes Spiel!! Er warf sogar den einen oder anderen tiefen Pass!!!! Und der eine oder andere kam sogar an!!!!!! Keine Sorge, ihr lest richtig, eure Augen sind in Ordnung und man hat euch auch bestimmt nichts in den Kaffee gemischt… Seht selbst!


 24 CLE vs SF 7 

Was zu erwarten war:

Ein Team wird glücklich über die Niederlage sein, denn damit kommt man einem hohen Draft-Pick ein Stückchen näher! Blaine Gabbert ist zwar ganz nett, aber wie schon einige Male während der Saison erwähnt, hat dieses 49ers Team viele andere Problemstellen, die nicht unbedingt mit der Leistung der QBs zusammenhängen. Diese sind aber so umfassend, dass sie wohl den Rahmen dieses Blogs sprengen würden, also belassen wir es bei der allgemeinen Formulierung.

Wer hätte gedacht, dass…

Isiah Crowell genau gegen diese Defense aus seinem Winterschlaf erwacht (siehe vorigen Punkt). 20 Läufe für 145 Yards und 2 Touchdowns für den RB der Browns, der gemeinsam mit JFF eine solide Partie gespielt hat. Genauso gut waren übrigens Brian Hartline, Duke Johnson, Gary Barnidge, … Man erkennt eine gewisse Tendenz: Die Defense der 49ers konnte rein gar nichts ausrichten und eine von Gabbert und Draughn angeführte Offense damit auch nicht sonderlich unterstützen.

Extra Point:

Gary Barnidge unterzeichnete vergangene Woche eine Vertragsverlängerung. Er ist zwar 30 Jahre alt und bekommt dadurch den ersten (und vermutlich einzigen) großen NFL-Vertrag seiner Karriere, jedoch muss man sich dennoch irgendwie fragen WIESO MAN FREIWILLIG IN CLEVELAND BLEIBT?!


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Bence @SpenceLukacs

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Recap der Woche 14 – Extra Points

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