Hier fassen wir jede Woche jene Spiele zusammen, die wir nicht im  Podcast besprochen haben. Damit ihr ein besseres Bild über die jeweiligen Spiele und involvierten Teams bekommt, werden wir unsere Zusammenfassungen in drei Punkte teilen. Unser klassisches ‘wer hätte gedacht, dass…’ ergänzen wir durch ‘was zu erwarten war’ und bringen euch auch einen Extra Point!
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30 BUF vs HOU 21

Was zu erwarten war:

Sammy Watkins ist momentan nicht zu stoppen. Er macht zwar nicht viele Catches, dafür sind aber so gut wie alle Big Plays. Er führte zusammen mit Shady McCoy die herausragende Offense-Leistung der Bills an: Beide kamen über 100 Yards und die Offense gesamt auf knapp 400. Das war gegen eine groß aufspielende Texans-Defense kaum zu erwarten, doch diese erinnerte diesmal wieder an die Unit von vor 4 Wochen, was man auf Seiten der Bills gnadenlos ausnützte. Mit diesem wichtigen Sieg ist man nicht nur weiterhin voll im Wild-Card-Rennen, sondern hat auch einen wichtigen Tie-Breaker gegen die Texans in der Tasche, der sich u.U. als wichtig erweisen könnte.

Wer hätte gedacht, dass…

… zumindest auf dem Papier die Texans Offense problemlos mit der Unit der Bills mithalten konnte. Man hatte sechs Forst Downs mehr und auch Yardage-wise war man sogar leicht überlegen. Der Grund dafür liegt einerseits in der Bills Defense, die schon seit Wochen keinen Druck auf gegnerische QBs ausüben kann und demnach schwächelt, andererseits scheint man auf Seiten der Texans endlich die richtige Mischung im Backfield gefunden zu haben. Chris Polk und Jonathan Grimes halfen ihrem QB Brian Hoyer mit über 5.2 YPC aus. Leider reichte diese solide Leistung nicht zu einem Sieg, denn Hoyer und DeAndre Hopkins suchten zu lange nach ihrem “Groove” und die Texans-Defense erlebte wieder einmal einen rabenschwarzen Tag…

Extra Point:

Beide Kicker verfehlten jeweils einen dieser. Alles in allem handelte es sich bei dieser Woche 13 um eine historische, denn ganze neun Extra Kicks fanden nicht ihren Weg durch die Stangen! Das sind mehr, als in der gesamten Saison 2014/15! Die Herren Carpenter und Novak brauchen sich aber nicht schämen denn die Kollegen vom Spiel Oakland gegen Kansas City waren mit insgesamt drei verfehlten Extra Points noch um einen T(K)ick schlechter.


 20 OAK vs KC 34

Was zu erwarten war:

Dieses Division-Matchup entwickelte sich zu einem spannenden Spiel, auch wenn der Endscore vielleicht auf etwas Anderes hindeutet. Tatsache ist: Die Raiders waren eigentlich durchgehend vorne und gerieten erst durch 1,5 Pick-Sixes der Chiefs (Josh Mauga wurde auf der 1-Yard-Linie getackled) und ein verfehltes FG in Bedrängnis. Schlussendlich hatten die Raiders 12 First Downs und 130 Yards mehr als die Gegner aus KC, die bereits erwähnten Turnover + einige Drops der Top zwei Receiver Amari Cooper und Michael Crabtree machten ihnen aber den Sieg zunichte.

Wer hätte gedacht, dass…

… Frank Zombo Justin Houston adäquat ersetzen kann. Wie bereits erwähnt, hat die Pass-Defense der Chiefs fast eigenhändig das Spiel gewonnen. An dieser Stelle darf man jedoch den Pass Rush nicht unerwähnt lassen: Frank Zombo (wer!?) erreichte sage und schreibe 2 Sacks und somit eine Anzahl die Justin Houston höchstpersönlich wahrscheinlich nicht überbieten hätte können. Die defensive Hochform der Chiefs, gepaart mit einer konstant-konservativen Offense machen die Chiefs im Moment zu einem sehr unangenehmen Gegner.

Extra Point:

Man darf nach diesem Spiel auch in Oakland nun seine sieben Sachen packen und sich in Richtung Offseason verabschieden, denn sowohl Chiefs als auch Steelers haben jeweils zwei Siege mehr als man selbst. Desweiteren haben die Steelers das direkte Duell für sich entscheiden können und die Chiefs haben einen relativ einfachen Schedule vor sich; trotz einiger Division-Matchups (auch dem Chiefs-Rückspiel) auf dem verbleibenden Schedule kann man den Raiders praktisch keine Chance auf die Playoffs mehr einräumen; der direkte Tie-Breaker gegen die 7-5 Jets wird auch nicht helfen. Man konnte eine hoffnungsvolle Saison mit vielen Lichtblicken (vor allem offensiv) verzeichnen und kann nun weitestgehend zufrieden resümieren, denn die Richtung stimmt!


23 TB vs ATL 19 

Was zu erwarten war:

Ein absolutes win-or-go-home Spiel. Es sind zwar nun beide Teams 6-6, jedoch ging es für die Falcons darum, ihren Abwärtstrend zu stoppen und andererseits für die Bucs sich weiterhin zu etablieren und ihre Chance auf die Postseason zu wahren. Redzone-Scoring-Probleme kosteten die Falcons letztendlich einiges (28 und 29 Yard FGs anstatt den üblichen Turnovers), genauso wie die interessante Idee Matt Ryan 45-Mal werfen zu lassen. Die Bucs hingegen fahren weiterhin einen sehr balancierten Gameplan mit Jameis und Doug Gotta-Love-Contract-Year Martin.

Wer hätte gedacht, dass…

Nach einem scheinbar „tollen“ Start die Falcons weg vom Fenster sein werden. Die ersten paar Wochen dachten auch wir noch daran wie beeindruckend das Team sei, obwohl wir im Hinterkopf hatten, dass sie nur mit Glück die Giants und die Cowboys schlugen. Jedoch wurde auch uns nach einiger Zeit klar, dass die glorreichen Tage von Matt Ryan bzw. sein Ceiling vor einigen Jahren im Playoff gegen die Seahawks ihr Ende gefunden haben. Wie im Podcast erwähnt, wird Carolina sich auf Atlanta werfen wie ein Leopard auf eine verwundete Gazelle und sie 2-Mal aufs Neue zerlegen wollen.

Extra Point:

Ein interessanter Gedanke zu Atlanta ist die Frage nach dem generellen Erfolg von Ex-Seahawks Coaches in der NFL. Denn im Gegensatz zu den Coaches, die das „System“ verlassen haben, blieb die Qualität der Seahawks als Team und als Defense jedes Mal gleich. Gus Bradley hat zwar ein ganz nettes Team, aber die Defense ist eine Katastrophe. Dan Quinn hat zwar ebenfalls ein nettes Team, aber kein Spieler seiner Defense weiß wie man „Pass-Rush“ buchstabiert. Klar, alles sehr früh für endgültige Urteile, jedoch möchte ich hier mal auf die letzten Jahre von Jeff Fisher hinweisen (Details weiter unten)…


15 MIA vs BAL 13

Was zu erwarten war:

Eine weitere Matt Schaub-Pick Six? CHECK! Schaub steht nun bei einer beeindruckenden Statistik von sechs (6!) Pick-Sixes in seinen letzten neun (9!) Starts als NFL-QB – beeindruckend! Schaubs Picks, die beide zu den Touchdowns der Dolphins beitrugen und schließlich die Ravens das Spiel kosteten, überschatteten die tolle Performance von Rookie-RB Buck Allen, der vor allem als Checkdown-Option im Passing Game den Dolphins-Verteidigern um die Ohren lief. Leider war das nicht genug und man verlor aus Ravens-Sicht wieder einmal eine enge Partie.

Wer hätte gedacht, dass…

… man heutzutage mit 86 Passing Yards noch Spiele gewinnen kann. Dan Campbell baut mit seinem neuen Staff zwar auf das Laufspiel (25 Laufversuche, nur 19 Pässe), aber mit insgesamt acht First Downs und nur knapp über 200 Yards wird man nicht viel gewinnen. Aufgrund der Ineffizienz von Tannehill wird man sich in Zukunft auch defensiv besser auf Lamar Miller einstellen, somit kann man davon ausgehen, dass die 5.5 YPC-Tage für Lamar Miller vorbei sind.

Extra Point:

Trotz des schwachen Offensiv-Outputs der Dolphins zeigte Rookie-Receiver DeVante Parker mit 63 Receiving Yards und einem TD auf. Durch langwierige Verletzungsprobleme und einem daraus resultierenden Formtief kam Parker bisher nur selten zum Einsatz. Auch wenn es nur 3 Catches waren, so konnte man in einigen Momenten sein Talent und seine Athletik hervorblinzeln sehen, was zumindest für die Zukunft sehr vielversprechend ist. Notiz am Rande: Parker war übrigens für über 80% von Tannehills Stats verantwortlich!


3 CLE vs CIN 37

Was zu erwarten war:

Die Bengals bewegen sich langsam aber sicher einem Playoff-Platz und einem Division-Sieg entgegen. Bei dieser Reise stellen sich auch die Browns als nichts weiteres als ein kleiner Zwischenstopp dar. Andy Dalton hatte selbst ohne Tyler Eifert keine Probleme gegen die schwache Browns Defense (14 von 19 Pässen für 220 Yards und 2 Scores), und auch das Runninggame funktionierte einwandfrei mit Jeremy Hills 98 Yards bei 22 Versuchen.

Wer hätte gedacht, dass…

Mike Pettine nach dieser Woche noch immer einen Job haben wird (und den Wochen davor). Wie bereits in einigen Podcasts erwähnt, ist neben seinem vermeintlichen Steckenpferd (dem Defense-Coaching), auch seine generelle Entscheidungsfindung und Leadership sehr fragwürdig. Die Chancen stehen sehr gut, dass Pettine hier seine letzten paar Spiele coacht, denn weit werden die Browns mit ihm nicht kommen können.

Extra Point:

Nach dem die Browns JFF mit seinem Benching letzte Woche eine „Lektion“ erteilt haben, darf er wieder die letzten Spiele der Season als Starter auflaufen (wo haben wir das schon mal gehört?!). Die Browns Organisation ist eine Katastrophe, und auch wenn JFF bestimmt nicht schuldlos ist (sowie Josh Gordon), könnte man doch erwarten, dass eine Franchise seine Spieler behandelt wie erwachsene Menschen.


3 STL vs ARI 27

Was zu erwarten war:

Hier zeigen sich in vielen Belangen einige Gemeinsamkeiten zu dem Matchup der Bengals und Browns. Die Cardinals fahren gemütlich ihrem Division-Sieg entgegen, wo auf der anderen Seite die Rams bald wieder ganz früh im Draft picken werden. Die Cardinals haben alle RBs dieser Welt gepachtet (David Johnson für 99 Yards und Kerwynn Williams für 59 Yards – wer braucht da eigentlich noch CJ2K und Andre Ellington?!), und Carson Palmer spielt weiterhin auf MVP Niveau (26 Completions für 356 Yards und 2 TDs).

Wer hätte gedacht, dass…

Bei einer (Score-technisch) recht knappen Angelegenheit in der ersten Halbzeit, der beste Offense Spieler der Rams übers Spiel gesehen, lediglich 9(!) Mal den Ball berührt. (Anm.: Todd Gurley) Klar, dass man nach so einem Spiel den OC feuert, allerdings sollte man sich vielleicht eher darüber Gedanken machen, wer eigentlich diese QB-Situation verbrochen hat…

Extra Point:

Jeff Fisher ist zwar nicht auf Mike Pettine-tiefen gesunken, allerdings ist hier einerseits die Rede von einem Career-.500-Headcoach, der zwar einige sehr erfolgreiche Jahre in Tennessee hinter sich hat, allerdings bei den Rams nun seit 3 Jahren nichts, aber auch gar nichts, zusammenbringt. Vielleicht wird es auch langsam Zeit für Les Snead seine Koffer zu packen, da ein guter Draft-Day-Trade und einige handvoll guter Defense-Spieler zu nichts gut sind, vor allem in Anbetracht der QB-Misere der letzten Jahre.


3 SD vs DEN 17

Was zu erwarten war:

Die Broncos-Defense wird keine Schwierigkeiten mit der aus Ersatzteilen bestehenden Chargers Offense haben. Melvin Gordon schaffte einen guten Run und Philip Rivers plagt sich weiterhin durch Spiele ohne Offensive Line. Ebenfalls zu erwarten war die Auswärtsspiel-Stimmung im Stadion, das zum Großteil mit Broncos-Fans gefüllt war. San Diego hat einen Szeneriewechsel mit dem Umzug nach L.A. bitter nötig!

Wer hätte gedacht, dass…

Brock Osweiler (noch) als starting QB reicht. Klar, wir sagen immer wieder, dass bei dieser Defense einfach ein dezenter durchschnittlicher QB ausreicht, jedoch muss man sich schön langsam fragen, wie weit man mit ihm tatsächlich kommen kann. Ein sehr großer Test wird das Matchup gegen die Bengals Defense in zwei Wochen, wo es vermutlich auch um den Nummer-1-Seed der AFC gehen wird. Wie immer in einer Quarterback-Liga diktiert dessen Leistung das maximale Potential eines Teams, und möglicherweise ist das weder mit Brock, noch mit Peyton mit einem Superbowl abzuschließen.

Extra Point:

Was gibt es hier großartig zu sagen? Ein recht unspektakuläres Spiel, in dem die Chargers einem hohen Pick immer näher kommen und damit hoffentlich Offensive-Line-Hilfe für Rivers holen werden. Bei den Broncos stellt sich auch die Frage, wie hilfreich es ist, wenn man Woche für Woche seine RB-Carries anders verteilt und das noch dazu von nur mäßigem Erfolg geprägt ist. Diesmal bekam Ronnie Hillman 19-Mal den Ball und erlief stolze 56 Yards, wohingegen CJ Anderson 42 Yards bei 7 Versuchen erlief. Früher oder später muss man sich auf eine sinnvolle Rotation einigen, die auch Erfolg bringt, denn auf die Quarterbacks bzw. das Passing-Game kann man sich nicht stützen.


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Recap der Woche 13 – Extra Points

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