Hier fassen wir jede Woche jene Spiele zusammen, die wir nicht im  Podcast besprochen haben. Damit ihr ein besseres Bild über die jeweiligen Spiele und involvierten Teams bekommt, werden wir unsere Zusammenfassungen in drei Punkte teilen. Unser klassisches ‘wer hätte gedacht, dass…’ ergänzen wir durch ‘was zu erwarten war’ und bringen euch auch einen Extra Point!
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 14 PHI vs DET 45 

Was zu erwarten war:

Wir würden in dem Spiel möglicherweise das wahre Gesicht des einen oder anderen Teams endlich gezeigt bekommen. Trotz einer Verletzung von Sam Bradford könnte Mark Sanchez die Offense führen und die Defense der Lions würde zu ihrer alten (wohlgemerkt schlechten 2015er) Form zurückkehren – FALSCH! Die durchaus talentierte Defense der Eagles würde sich nach einer Blamage zusammenreißen und gegen die Lions Offense, die ihre neue Identität zu finden versucht, zur alten Stärke zurückfinden – FALSCH! Es kam alles anders, die Eagles Defense ist nun bewiesenermaßen eine Katastrophe und die Lions Defense erlebt einen Aufwind dank Ziggy Ansah, der weiterhin seine DBs unterstützt.

Wer hätte gedacht, dass…

Die Lions Offense von Jim Bob Cooter tatsächlich “for real” ist. Ein neuer OC bedeutet bei den Lions endlich wieder die alte Spielweise von Matt Stafford. Diese beinhaltet einerseits viele Pässe zu Megatron und zu Golden Tate, andererseits aber den guten alten Megatron-Endzone-Fade, der für 3 TDs sorgte. Desweiteren hat man nicht umsonst Ameer Abdullah gedraftet – der talentierte RB braucht halt auch seine Touches um zu zeigen, was er draufhat.

Extra Point:

Obwohl nach diesem Spiel beide Teams bei 4-7 stehen und scheinbar komplett gegenteilige Formkurven aufweisen, sind die Lions so gut wie aus dem Division-Race heraußen und die Eagles weiterhin mitten drin statt nur dabei! Man könnte bzw. müsste sich angesichts der momentanen Situation rund um die Stärke der Divisions (NFC East, AFC South) vielleicht Gedanken um ein neues Playoff-Quali-System machen.


13 SF vs ARI 19

Was zu erwarten war:

Egal wie, die Cardinals gewinnen gegen ein weit unterlegenes Team. Der Sieg ist möglicherweise nur deswegen so mager ausgefallen, da die 49ers das Spiel wie ihren Superbowl behandelt haben und die Cardinals die von Blaine Gabbert angeführten 49ers wohl zu selbstverständlich nahmen. Man konnte die so wichtigen explosiven Plays auf Seiten der Cardinals verhindern, das Laufspiel stoppen und so das Ganze bis zum Schluss sehr knapp halten. Palmer, das erste Mal seit Ewigkeiten ohne Passing TD und ohne 100-Yard-Receiver (trotz Fitz’s 10 Catches!), erlief gegen Ende des 4. Viertels den entscheidenden TD und sorgte so für den Sieg für das zweifelsfrei bessere Team.

Wer hätte gedacht, dass…

Gabbert ein Upgrade zu Colin Kaepernick bieten kann. Obwohl noch immer nicht mehr als ein Game Manager, kann Gabbert wenigstens eine NFL-würdige Offense aufziehen und demoralisierende Fehler verhindern. Vor allem mit seinen TEs scheint der ehemalige Jaguars-QB gut auszukommen (“Oh, wenn Vernon Davis bloß noch da wäre” – Danke Mr. GM). Die Offense, wenn auch stark verbessert, konnte aber gegen die übermächtige Cardinals-Defense nicht so 100%-ig glänzen. In eben dieser spielte Honey Badger Mathieu mit unzähligen Tackles und seiner 4. INT der laufenden Saison groß auf und brachte sich wohl neben Luke Kuechly und JJ Watt in DPOY-Gespräche.

Extra Point:

Wie geht es mit der Cardinals-Offense weiter? Zwei der Top-drei RBs verletzten sich in diesem Spiel und fallen teilweise längerfristig aus. Rookie David Johnson bekommt nun die Gelegenheit, als Vollzeit-Starter das Vertrauen der Coaches für die Zukunft zu beweisen, wie es seinerzeit Andre Ellington tat. Auch er ist ein sehr explosiver Spieler, der super in die Spielanlage der Cardinals passt. Man sollte also nicht unbedingt mit einer Stagnation der Offense rechnen.

 


 14 NYG vs WAS 20 

Was zu erwarten war:

Die Giants gehen als scheinbare Favoriten in das Spiel, in scheinbar voller Kontrolle über die Division und werden irgendwie von den Redskins geschockt, die damit die Division übernehmen. Einerseits war es klar, dass so was passiert, weil die NFC East dieses Jahr einfach komplett „whacky“ ist und andererseits, weil sich die Giants nach letzter Woche und dem Cowboys-Verlust auf jeden Fall zu sicher gefühlt haben. Eli und die Offense verschlief 4/5 des Spiels und die späte Aufholjagd war, wie hätte es anders sein können – zu spät. Im Anbetracht sämtlicher eben genannter Punkte, MÜSSEN die Redskins fast das MNF Spiel gegen die Cowboys kommende Woche aus der Hand geben…we will see!

Wer hätte gedacht, dass…

Das O (MEIN-GOTT-HAT-ER-DAS-WIRKLICH-GEMACHT) BJ knapp ein Jahr nach „The One-Hand Catch“ es tatsächlich schafft noch mal so einen Moment zu kreieren. Auch wenn ihr es schon tausend-milliarden Mal gesehen habt – wie den Catch letztes Jahr – dieser steht ihm um nichts nach… schaut es immer und immer, und immer wieder an…

PS: Es war noch dazu ein LEFTY Catch, etwas, dass OBJ kaum macht!

Extra Point:

Die Stat-Line sieht wie immer fürchterlich aus, aber Eli bekam einfach Null Unterstützung von seinen Receivern. Zwei seiner Drei Interceptions gingen auf die Kappe der Receiver, und das Playcalling (bei 17-0 aufhören zu Laufen: Rashad Jennings mit 6 Carries, Vereen/Darkwa/Williams mit jeweils 2?!), sowie ein weiterer Ausfall eines starting Offensive Lineman (Geoff Schwartz, fehlt die restliche Saison) halfen ebenfalls nicht…

Extra Extra Point:

Jedenfalls ist zu hoffen, dass die NFL das einzig Richtige macht, und die Catch-Regel ausweitet auf: hätte OBJ ihn gefangen, wenn Ja = Catch und wenn man guten Gewissens sagen kann, dass nicht mal OBJ ihn hätte fangen können, dann ist es Incomplete.


10 ATL vs MIN 20 

Was zu erwarten war:

Die Abwärtsspirale der Falcons ist nicht aufzuhalten. Und wieder waren die üblichen Verdächtigen an der Niederlage Schuld: Matt Ryan wird gestripsacked, wirft seine typischen Red-Zone Interceptions und Tevin Coleman fumbled nach einem langen Lauf, der den Falcons zumindest ein FG garantiert hätte. Abgesehen von diesen Fehlern hat man mit dem Playoffanwärter Minnesota über weite Strecken sehr brav mitgespielt, auch wenn Julio Jones mit nur 56 Yards abgemeldet war. Man weiß nicht, wie man dieses Spiel betrachten soll: War es gut, weil man, wie in vielen anderen Niederlagen auch, auf Augenhöhe mitgespielt hat? Oder war es schlecht, weil man es nicht schafft seine wiederkehrenden Fehler in den Griff zu bekommen?

Wer hätte gedacht, dass…

Adrian Peterson so dominant bleibt. Die Falcons sind mit einer der besten Laufverteidigungen der NFL in dieses Spiel gegangen (die Pass Defense war’s, die das gesamte Ranking nach unten zog) und man hätte eigentlich erwartet, dass Peterson mal wieder unter 100 Yards gehalten wird. Das Ergebnis: 29 Carries, 158 Yards und 2TDs. Solange AP nicht aufzuhalten ist, gilt das selbe für das gesamte Vikings-Team. Man bringt Teddy in machbare 3rd Downs (7/12 erfolgreich), kontrolliert die Uhr und kann so jedes Mal eine frische Defense auf das Feld stellen, die dann auch die nötigen Plays macht. Man gewinnt nicht schön, aber man gewinnt, und genau das zählt im Rennen um die NFC North und um eine Bye in den Playoffs.

Extra Point:

Tevin Coleman hatte trotz Fumble ein monströses Spiel gegen eine ausgezeichnete Vikings-Defense. 18 Carries für 110 Yards sind eine herausragende Statline. Somit könnte man in Zukunft mit ihm und Devonta Freeman ein 1-2-Punch alà Hill und Bernard in Cinci aufweisen. Die Gegenwart ist jedoch folgende: Nach dem Sieg der Seahawks ist man endlich verdientermaßen aus den Wild-Card-Plätzen gerutscht.


 6 NO vs HOU 24    

Was zu erwarten war:

Die Saints Defense ist trotz Coordinator-Wechsel so schlecht, dass ein gewisser Brian Hoyer sie mit 21 von 27 für 205 Yards und einem Touchdown vom Platz „fegt“. Nicht nur das, auch ein Alfred Blue lief bei 16 Carries für 77 Yards und einen TD. Der einzige Wermutstropfen für die Saints ist wohl, dass sie Nuke auf 5 Catches und 36 Yards gehalten haben. In der Offseason muss massiv Talent in diese Defense gepumpt werden, sowohl auf Spieler-Ebene, als auch im Coaching.

Wer hätte gedacht, dass…

Man den armen JJ Watt nicht länger alleine hängen lassen will und man als gesamte Defense endlich so spielt, wie man es von Anfang an hätten machen müssen. Die Offense rund um Hoyer ist nach wie vor bei weitem nicht Playoff-würdig, aber es war von Anfang an klar, dass dieses Team von der Defense getragen werden muss. Das Talent wäre am Papier auch gegeben, jedoch verschlief man das erste Drittel der Saison. Zum Glück spielt man in der AFC South und hat somit noch alle Chancen, um auf dem Rücken der Defense in die Playoffs zu kommen!

Extra Point:

Kaum zu glauben: Diese Texans Defense wurde noch vor einigen Wochen blamiert und von den Falcons mit 40+ Punkten nach Hause geschickt, sodass eigentlich alle davon ausgegangen sind, dass dem Team nicht mehr zu helfen ist. Nun hat man aber doch noch das Ruder herumgerissen; wir gratulieren (für’s Erste).


 22 BUF vs KC 30 

Was zu erwarten war:

Definitiv ein Spiel auf Augenhöhe! Jedoch war es etwas überraschend in einem Spiel mit derartigen Wetterverhältnissen (strömender Regen in Arrowhead) so eine offensive Explosion zu sehen. Sammy Watkins matchte sich mit Jeremy Maclin, Spencer Ware matchte sich mit Shady und Alex Smith matchte sich mit Tyrod Taylor. Alles in allem ein sehr unterhaltsames Spiel, das aber weniger, von den Defensivreihen geprägt war als erwartet.

Wer hätte gedacht, dass…

Alex Smith tiefe Bälle werfen kann/darf/soll/sich traut/muss/versucht/Illuminati?!?! Ein 41 Yard TD zu Maclin, ein Deep Ball zu Travis Kelce über 38 Yards und und und… in welchem Paralleluniversum sind wir hier gelandet?! Diese zusätzliche Dimension verleiht der Offense das gewisse Etwas und kann in Zukunft vielleicht über den Verlust von Justin Houston hinweghelfen (Knieverletzung, mehrere Wochen out). Es ist klar, dass es gegnerische Offenses nun etwas leichter haben werden zu scoren, da muss die Offense unbedingt mithalten!

Extra Point:

Hier geht es um Smiths Gegenüber bei den Bills – für das, dass Tyrod Taylor die gesamte Woche vor dem Spiel als „verletzt“ galt, bzw. es sehr oft in die Runde geworfen wurde, dass seine Schulter weit unter 100% zu sein scheint, hat er mehr als nur solide ausgesehen. 21 Completions für 291 Yards – inklusive vielen tiefen Shots zu Sammy Watkins lassen Bills-Fans auf einen komplett fitten Tyrod für das Wild-Card-Rennen hoffen.


38 NYJ vs MIA 20 

Was zu erwarten war:

Die Jets tun das Ihre im Wild-Card-Kampf und schlagen die Dolphins. Auf die Art und Weise komme ich etwas später zurück, denn zu allererst muss Ryan Fitzpatrick erwähnt werden, der nach einer schwachen Performance letzte Woche nun wieder in Topform zurückgekehrt ist. Von dem war nicht auszugehen, denn der Mann hatte vor wenigen Wochen noch eine Daumen-OP. Nichtsdestotrotz zeigte er wieder einmal, dass er ein durchaus solider QB ist, der mit einer passablen Defense und guten Receivern etwas anzufangen weiß. Ich ziehe meinen Hut vor Fitzmagic, denn als verlautbart worden war, dass er für die Jets starten soll, hatte ich das Team schon abgeschrieben. Dank ihm sind sie noch voll im Rennen und scheinen gerade erst in fahrt zu kommen.

Wer hätte gedacht, dass…

Die Dolphins dermaßen unter die Räder gelangen. Als man aus Sicht der Jets im 3. Viertel das 21-0 scorte, stand es in der Statistik der Total Yards 269-97. Ryan Tannehill wurde problemlos in Schach gehalten, bis man ihm erlaubte in “Garbage Time” ein paar extra Yards zu machen. Das Laufspiel hatte man aus Sicht der Dolphins schon in der ersten Hälfte einerseits aufgrund des Rückstandes, andererseits aufgrund dessen Ineffizienz abgestellt (insgesamt 9 Attempts, 12 Yards). Was bleibt, ist die traurige Erkenntnis, dass man sich doch nach einem neuen Head Coach umsehen muss, denn Dan Campbell wird diese Position nicht behalten können.

Extra Point:

Dolphins-OC Bill Lazor wurde nach dem Spiel gefeuert und durch QB-Coach Zay Taylor ersetzt. Man befindet sich nach Woche 12 in sämtlichen Kategorien unter den schlechtesten 5 Offenses der NFL, darunter Rushing Yards, Total Yards und Punkte. Noch dazu scheint sich Ryan Tannehill unter Lazors Coaching diese Saison nicht wirklich weiterentwickelt zu haben. In diesem Sinne: Guter Move! Hoffentlich kommt jetzt ein Mann nach, der Ryan Tannehill etwas mehr unter die Arme greifen kann.


25 JAX vs SD 31

Was zu erwarten war:

Trotz des schlechteren Records sind die Chargers das erfahrenere und abgebrühtere Team; kein Wunder, denn Philip Rivers ist immer noch der QB. 300 Yards und 4 TDs brachte er in Jacksonville auf’s Feld, wobei er sich zum Großteil auf seine Veteranen-Receiver Stevie Johnson und Antonio Gates verließ. Dieser Sieg war ganz wichtig für die Moral des Teams, jedoch nicht besonders klug im Hinblick auf die Draft-Position. Man kann dem Team aber den Siegeshunger auf keinen Fall verübeln.

Wer hätte gedacht, dass…

die Jaguars erst in Woche 12 etwas aus dem Playoff-Rennen fallen. Der sprichwörtliche Hund ist wohl im fehlenden Laufspiel begraben, das gegen eine bezwingbare Defense nicht in Fahrt kam. Hier fällt die Last wiederum auf die Schultern der sooft kritisierten O-Line. Man darf bei der Schuldvergabe die Defense jedoch auf keinen Fall vergessen. Während man in der Offense zumindest durch die Luft erfolgreich war (Julius Thomas über 100 Yards, Blake Bortles über 300), konnte man in den entscheidenden Phasen nichts gegen Rivers und Gates ausrichten. Alles in allem eine Niederlage des ganzen Teams, das so “wichtige” Spiele nicht gewohnt ist.

Extra Point:

Blake Bortles hatte nicht nur eine, sondern gleich zwei “Illegal Forward Pass”-Strafen. In diesem Aspekt merkt man ihm doch noch an, dass er nicht der Erfahrenste aller QBs ist. Dies war in dem Spiel aber nicht das einzige Problem von Bortles, denn Allen Hurns, einer seiner Top-WR, fällt in nächster Zeit mit einer Kopf/Nacken-Verletzung aus.


Wir kommen den Playoffs immer näher, nicht nur in Real-Life, aber auch in Fantasy-Football, also…

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Bence @SpenceLukacs

Philipp @PhiFro51

Recap der Woche 12 – Extra Points

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