Hier fassen wir jede Woche jene Spiele zusammen, die wir nicht im  Podcast besprochen haben. Damit ihr ein besseres Bild über die jeweiligen Spiele und involvierten Teams bekommt, werden wir unsere Zusammenfassungen in drei Punkte teilen. Unser klassisches ‘wer hätte gedacht, dass…’ ergänzen wir durch ‘was zu erwarten war’ und bringen euch auch einen Extra Point!
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 24 DAL vs MIA 14

Was zu erwarten war:

Die Cowboys-Offenes wird wieder brauchbarer ausschauen, nachdem Tony Romo zurückkehrt. Das war auch mehr oder weniger der Fall, jedoch war auch klar, dass Romo nach seinen 8 Wochen etwas rostig unterwegs war. Möglicherweise kann seine mittelmäßige Leistung auch damit in Zusammenhang gebracht werden, dass LT Tyron Smith sein schlechtestes Spiel gespielt hat. Wenn aber Romo nicht auf seinem letztjährigen Niveau weiterspielt, wird es für die Cowboys unmöglich um die Division mitzuspielen.

Wer hätte gedacht, dass…

beide Teams, sowohl Cowboys mit 3-7, als auch Dolphins mit 4-6 eigentlich noch mitten im Rennen um Playoff-Plätze sind. Die Cowboys profitieren natürlich von ihrer schwachen Division, und die Dolphins vom großen 4-6/5-5 Feld in der AFC. Jedoch muss hierzu gleich herausgehoben werden, dass die Leistungen der beiden Teams derzeit viel zu unberechenbar ist, um sie tatsächlich felsenfest im Feld zu sehen.

Extra Point:

Eigentlich “traurig”, dass die Dolphins so lange mitspielen konnten, einige wesentliche Stats: 9 First Downs, 1 von 10 bei 3rd Downs und 210 Total Yards (im Vergleich zu knappen 400 der Cowboys). Das zeigt erneut das bereits oben Erwähnte: Beide Teams strahlen nicht das aus, was Playoff-Teams ausmacht. Der Schlüssel für die Playoffs wird für beide Teams vermutlich sein, welchen anderen Teams sie in die Suppe spucken können, denn mit einer aktiven Teilnahme sieht es mit solchen Leistungen eher schlecht aus.


 16 WAS vs CAR 44   

Was zu erwarten war:

Die Panthers geben sich natürlich gegen die Redskins nicht die Blöße. Die kleinen Hochs der Redskins sind/waren zwar ganz nett, aber die Panthers Offense läuft derzeit dermaßen rund und die Defense macht weiterhin so ihr Ding, dass dieser Run vermutlich erst auf einer größeren Bühne (d.h. Playoffs) und mit einem wesentlichen besseren Gegner erst wieder spannend wird. Bis dahin wird wohl keines der “kleineren” Teams die Panthers ärgern können.

Wer hätte gedacht, dass…

Cam Newton langsam aber sicher tatsächlich als MVP-Kandidat zu handhaben ist. Bisher sprach man immer davon, dass er neben dem Laufen auch hin und wieder werfen kann und mit einer guten Defense spielt, aber gegen die Redskins bewies er auch für alle Stats-only Leute, dass er beides mindestens genauso gut kann. 5 Passing Touchdowns sind schon recht gut, werden aber noch viel besser, wenn man bedenkt mit welchen Receivern er zusammenarbeitet. Man wagt gar nicht daran zu denken, was gewesen wäre, wenn er Kelvin Benjamin weiterhin zur Verfügung hätte…

Extra Point:

Wie bereits vorhin erwähnt, spannend wird es für die Panthers erst in den Playoffs, denn ähnlich wie die Patriots haben sie ihre Division locker im Griff. Über die restlichen Teams haben wir ja schon gesprochen, Falcons trenden eher abwärts, Bucs möglicherweise aufwärts, aber beide Teams haben so gut wie keine Chance die Panthers in ihrem Division-Sieg zu gefährden.


 33 KC vs 3 SD 

Was zu erwarten war:

Die Chargers scheiden endgültig aus sämtlichen sinnvollen Gespräch um die Playoffs aus. Sie scheiden noch dazu gegen ein Team aus, dass wir am Papier vor einigen Wochen selbst abgeschrieben haben. Die Chiefs sind mittlerweile, auch dank der Leistungen der Raiders, wieder mittendrin statt nur dabei. Viele meinen die Chiefs sind auf bestem Wege in die Playoffs, möglicherweise auch mit einem Division-Sieg, denn ihr Schedule ist mehr als nur freundlich. Ihre kommenden Gegner haben nämlich zusammengezählt die wenigsten Siege.

Wer hätte gedacht, dass…

die Chiefs die neue Runningback-Fabrik der NFL sind. Einer der explosivsten Spieler der NFL, Jamaal Charles, verletzte sich vor einigen Wochen und man dachte es wäre um die Offense geschehen. Dann kann die Charc Attack! Einige sehr solide Spiele, in einer ähnlichen Rolle wie Charles: laufen und fangen. Nun verletzte sich West nach einigen Snaps gegen die Chargers und die Zeit war reif für Spencer Ware. (Wer?) Das Ergebnis: 11 Carries, 96 Yards und 2 Touchdowns. Den am Papier weiterhin explosiven Knile Davis haben wir indessen noch nicht mal zu Gesicht bekommen, dazu kann man nur sagen: deep!

Extra Point:

Armer Philip Rivers, alles zerfällt um ihn herum. Zuerst Keenan Allen, dann Malcolm Floyd, und natürlich alle OL, des weiteren ist Melvin Gordon eine riesige Enttäuschung. Der einzige Lichtblick für Rivers ist die Hoffnung, dass er vielleicht seine letzten Jahre in der NFL im warmen Kalifornien verbringen kann…


 13 SF vs SEA 29 

Was zu erwarten war:

Die Seahawks fahren einen Division-Pflichtsieg ein. Blaine Gabbert ist definitiv nicht die Antwort, und ähnlich wie JFF und RG3 freut sich auch Kaep bald aus einer nicht funtionierenden Franchise weg zu sein. Der einzig sinnvolle Plan für die 9ers muss sein, so gut es geht zu verlieren, sich einen Top-2-Pick im Draft erkämpfen(?), sowie sich nach einem starken und sinnvollen Head Coach umzusehen. Pizzabäcker Tomsula scheint auf keinen Fall die Antwort zu sein (ebenso wie seine Chefs, aber das ist eine andere Geschichte…).

Wer hätte gedacht, dass…

nach Turbin und Michael die Hawks endlich ihren BeastMode Jr. gefunden haben: Thomas Rawls. Wir haben Rawls bereits einmal dieses Jahr mit einer guten Performance gesehen, jedoch zeigte er diesmal tatsächlich BeastMode-Qualitäten bzw. sogar mehr als das. 30 Carries und 207 Yards sind genau das, was die Hawks Offense bitter nötig hatte. Obwohl Russ trotzdem 29-Mal geworfen hat, nahm das Running-Game ihm zumindest so viel Druck von den Schultern, dass er auch 24 Pässe davon anbrachte. Zudem wurde er nur 2-Mal für -7 Yards gesacked, was auch darauf hindeutet, dass das Laufspiel ihn stark entlastet.

Extra Point:

Allerdings sind die Hawks weiterhin nur 5-5, und die letzten paar Wochen der Saison könnten auch einfacher sein. Es wird sich in den nächsten 2 Wochen zeigen, wie sehr wir mit ihnen rechnen müssen, denn sie spielen die Steelers und die Vikings. Beides Teams, die sich ebenfalls um Playoff-Plätze bemühen. Vor allem ist ein Auge auf das Spiel gegen die explosiven Steelers zu werfen, da die Seahawks-Defense speziell gegen die ebenso explosiven Cardinals bei weitem nicht auf ihrem alt-bekannten Niveau unterwegs war. Wir werden sehen, ob sich die Bezeichnung “alt” auf die glanzvolle Vergangenheit der Unit oder das tatsächliche altern der Akteure bezieht.


16 BAL vs STL 13

Was zu erwarten war:

Das Case Keenum-Projekt scheitert, kein Wunder. Während Nick Foles zumindest hin und wieder in der Lage war einen sinnvollen Pass zu komplettieren, konnte Keenum die grottenschlechte Pass-Defense der Ravens eigentlich kein einziges Mal gefährden, wodurch man dich auf der anderen Seite des Balles ausschließlich auf Todd Gurley konzentrieren konnte. Dieser war mit 25 Carries für 66 Yards chancenlos. Schlussendlich verabschiedete sich Keenum mit einer Gehirnerschütterung aus dem Spielgeschehen – mehr oder weniger. Mehr dazu im Extra Point.

Wer hätte gedacht, dass…

die Ravens weiterhin die Pechvögel der Saison bleiben. Man verlor mit Joe Flacco und Justin Forsett nicht nur seine beiden “übrig gebliebenen” Skill Position Spieler, zu allem Überfluss gewann man das Spiel noch am Ende durch ein FG von Justin Tucker – langfristig möglicherweise fatal. Auch in Baltimore gehen die Draft-Vorbereitungen spätestens jetzt in die nächste Phase, denn ohne Flacco und Forsett gewinnt man auf keinen Fall mehr viele Spiele. Wie die Zukunft der Ravens ausschauen könnte, erwähnen wir auch kurz im Podcast.

Extra Point:

Im letzten Drive der Rams wurde Case Keenum von einem Verteidiger zu Boden gebracht, der Kopf schlug hart am Rasen auf und Keenum war sichtlich benommen und auch Gleichgewichts-technisch nicht ganz auf der Höhe. Dies fiel anscheinend weder den Refs, noch den unabhängigen Beobachtern/Neurologen auf. Einzig ein Rams-Physio stürmte aufs Spielfeld, wurde jedoch zurückbeordert. Keenum wurde im nächsten Play gesacked und verlor einen Fumble, den die Ravens in das entscheidende FG ummünzten – wahrscheinlich eine Folge seiner geistigen Einschränkung nach dem Hit. Die NFL räumte bereits ihr Versagen ein, aber es stellt sich nach so einem Vorfall die Frage, inwiefern die Liga die Sicherheit der Spieler wirklich ernst nimmt. Regeln einführen (z.B. dass die Refs Spieler aus dem Spiel nehmen können) bringt nichts, wenn sie niemand zu 100% befolgt…


24 HOU vs NYJ 17

Was zu erwarten war:

Ryan Fitzpatrick war nach seiner Hand-OP noch sichtlich limitiert, was an seiner sehr zurückhaltenden und fast punktelosen Performance in der ersten Spielhälfte zu sehen war. Das Laufspiel, die einzige Hoffnung auf ein besseres Outing, wurde von den Texans problemlos zunichte gemacht, sodass der Ex-Harvard-QB nur 19 von 39 Pässen anbrachte. Bleibt die Frage, ob ein gesunder Geno Smith (auch mit seiner hohen Interception-Wahrscheinlichkeit) nicht die bessere Option ist, solange Fitzpatrick nicht zu 100% fit ist…

Wer hätte gedacht, dass…

die Texans Defense sich nach einem schwachen Saisonbeginn so gut weiterentwickelt. Schon die zweite Woche in Folge machte man einem gegnerischen QB das Leben zur Hölle. Aus einer Unit, in der nur J.J. Watt hin und wieder sichtbar war, wurde – zumindest in den letzten 2 Wochen – eine solide all-around Defense (Leistungsabfall auf altes Niveau problemlos möglich!).

Extra Point:

Auch Darrelle Revis kann gegen DeAndre Hopkins nichts ausrichten. Obwohl er möglicherweise aufgrund seines Alters nicht mehr zur absoluten Elite auf seiner Position zählt, war er bislang trotzdem überdurchschnittlich gut. Dennoch ließ ihn Hopkins sehr alt aussehen. Mal um Mal musste Revis zusehen, wie der junge Texans WR an ihm vorbeizog, bis schließlich eine Gehirnerschütterung seinen Arbeitstag beendete. Der Anfang vom Ende von Revis Island?


20 NE vs BUF 13

Was zu erwarten war:

Die Division war und ist weiterhin fest in Patriots-Hand. Jetzt wohl endgültig. Es tun sich jedoch, auch aufgrund von Verletzungen, Lücken im Pats-Football-Gebilde auf. Die Pass Protection erinnerte an das Gemetzel gegen die Chiefs letztes Jahr und auch Gronk kann nicht überzeugen, wenn er die einzige sinnvolle Waffe in der Offense ist. (Danny Amendola verletzte sich ja, wie wir bereits im Podcast erwähnt hatten.) Die Ersatzspieler müssen auf einem höheren Niveau spielen, um möglichst die Moral des Teams vor den Playoffs nicht zu schädigen, denn außer James White in Reserverolle erbrachte keiner der “Unbekannten” eine gute Leistung.

Wer hätte gedacht, dass…

Rex Ryan dieses Jahr wirklich seine Anti-Patriots-Magic verliert. Nach dem Debakel Mitte September war davon auszugehen, dass sich die Bills konzentrierter und disziplinierter präsentieren als im “Hinspiel”. Weit gefehlt. Folgenschwere Penalties, Drops, Fumbles, schlechtes Clock-Management, von allem war etwas zu sehen. Dies war eigentlich schon die ganze Saison über der Fall, aber dass sich im wohl wichtigsten Spiel des Jahres nichts ändert, ist einfach nur verblüffend (schlecht).

Extra Point:

Das Officiating war nicht gut. Und das ist wohl eine der größten Untertreibungen des Jahres. So wurde z.B. ein möglicher Amendola-Touchdown zu Unrecht abgepfiffen (weil der Referee den Ball aus den Augen verloren hatte?). Zu allem Überfluss wurde dieses Play dann auch falsch korrigiert, denn man gestand Amendola den Catch zu, obwohl das Play bereits davor abgepfiffen worden war und der Bills-DB stehengeblieben ist. Und das war nur eine der zahlreichen Fehlentscheidungen. So hätten die Bills gegen Ende des Spiels eigentlich noch eine Chance auf ein weiteres Play gehabt, wären die Herren in schwarz-weiß etwas kompetenter gewesen.


Wir, nach dem Schreiben unseres Blogposts:

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Bence @SpenceLukacs

Philipp @PhiFro51

Recap der Woche 11 – Extra Points

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