Hier fassen wir jede Woche jene Spiele zusammen, die wir nicht im  Podcast besprochen haben. Damit ihr ein besseres Bild über die jeweiligen Spiele und involvierten Teams bekommt, werden wir unsere Zusammenfassungen in drei Punkte teilen. Unser klassisches ‘wer hätte gedacht, dass…’ ergänzen wir durch ‘was zu erwarten war’ und bringen euch auch einen Extra Point!
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6 CIN vs HOU 10

Was zu erwarten war:

Irgendwann musste ja ein Andy Dalton-Meltdown kommen… Mit so etwas hat aber niemand rechnen können. Passgenauigkeit war an jenem Montag Abend einfach nicht vorhanden und Texans-Verteidiger hatten des öfteren die Möglichkeit zu Interceptions. Dalton beförderte auch gleich mehrere seiner Pässe einfach out-of-bounds, sodass seine Receiver nicht einmal die Chance hatten, den Ball zu fangen. Sollte der eine oder andere Ball doch ankommen, so ließen ihn seine Offense-Kameraden im Stich, allen voran der bisher so verlässliche Tyler Eifert, der 3 wichtige Bälle fallen ließ. Aber auch A.J. Green blieb nicht fehlerfrei, denn er besiegelte mit einem Fumble im letzten Drive das Spiel für die Texans.

Wer hätte gedacht, dass…

die Texans gewinnen?!?! Alles, was die Texans bisher zu bieten hatten, waren J.J. Watt und DeAndre Hopkins. Während man vom ersteren aufgrund der ausgezeichneten O-Line der Bengals von Haus aus nicht viel erwarten durfte, so musste man auch den letzteren spätestens dann aufgeben, als Brian Hoyer das Spiel verließ… FALSCH! Die D-Line kam auf stolze 4 Sacks und auch mit T.J. Yates konnte Hopkins seine Klasse aufblitzen lassen (wenn auch nur bei einem Play). In Anbetracht der Leistung von Andy Dalton war es auch ohne viel Offense-Yardage ein verdienter Sieg der Texans.

Extra Point:

Ist das der Anfang vom Ende der Bengals? Waren die dominanten ersten 9 Wochen etwa eine Fata Morgana? Unserer Meinung nach auf keinen Fall. Das Team befindet sich immer noch locker auf Playoff-Kurs und besser Dalton hat jetzt – in einem unwichtigen Regular Season-Spiel – seinen Meltdown, als dann im Jänner, wenn es um etwas mehr geht. Außerdem ist T.J. Yates so etwas wie der Tiger-Töter, d.h. gegen die Bengals in 4 Spielen ungeschlagen. Man kann die Niederlage getrost dem Schicksal in die Schuhe schieben (statt Dalton).


13 DEN vs KC 29  

Was zu erwarten war:

Peyton Manning und seine Broncos setzen, ähnlich wie die Packers, ihren Weg in der Abwärtsspirale weiter fort. Es war klar, dass Peyton schlechter und schlechter wird, je weiter die Saison fortschreitet. Diesmal hatte er jedoch seinen schwärzesten Tag seit Langem. Er beendete seinen Tag mit 5 von 20 Pässen, für 35 Yards und 4 Interceptions. Es muss aber erwähnt werden, dass Brock Osweiler danach nicht viel besser war (14/24 und 146 Yards, 1 TD und 1 INT), sowie das Runninggame, abgesehen von Ronnie Hillman (11 Carries für 42 Yards und 1 TD), überhaupt nicht zur Geltung kommen konnte.

Wer hätte gedacht, dass…

die Probleme aber auch auf der anderen Seite des Balles auftauchen. Die Chiefs Offense, ohne Jamaal Charles, ist nicht gerade explosiv, dennoch gelang es ihnen einen 80-Yard TD zu scoren. Alex Smith wurde nur 2-Mal gesacked, warf keine Interception und spielte eigentlich eine solide Partie. Der wesentliche Punkt ist jedoch, dass die Chiefs mühelos den Ball in Scoring-Range bewegen konnten, denn Cairo Santos machte erneut seine 5 FGs (und verfehlte sogar einen!). Zwei 34-Yarder zeugen noch dazu davon, dass man den Ball auch sehr wohl bis in die Redzone bringen konnte. Vermutlich zeigt sich hier dann doch die Qualität der Broncos Defense, denn man konnte zumindest die Touchdowns verhindern, was aber genauso an den schon endlos erwähnten Red-Zone-Problemchen der Chiefs liegen kann.

Extra Point:

Wir bleiben bei einem Broncos-lastigen Beitrag, denn wohin sind sie nun unterwegs? Man hat jetzt ein wichtiges Division-Matchup gegen die Chiefs verloren, und obwohl die Raiders auch eine Niederlage erlitten haben, haben beide das Potential noch aufzuschließen. Sorgen sollte einem keine spezielle Leistung machen, sondern das Gesamtkonstrukt des Teams: die Offense wird vermutlich nicht mehr rund laufen und die Defense, die so stark begonnen hat, wird in den letzten Wochen immer schwächer (das Spiel gegen die Packers Offense können wir derzeit von der Liste streichen, da diese ja gerade auch zu den schlechtesten zählt). Somit stellt sich die Frage – wird man sich noch in die Playoffs retten können, und wenn man hineinkommt, gegen welches Team macht man sich überhaupt Hoffnungen ein Spiel zu gewinnen?


20 BAL vs JAX 22 

Was zu erwarten war:

Zumindest gegen Jacksonville wird sich das gebeutelte Ravens-Team irgendwie erholen können und gewinnen; so lauteten zumindest unsere Erwartungen an dieses Spiel. Das war auch über 60 Minuten der Fall (also zumindest das mit dem Gewinnen), doch beim allerletzten Play des Spiels – die Uhr stand bereits auf 0:00 – griff Elvis Dumervil beim einem Sack in das Facemask von Blake Bortles. 15 geschenkte Yards später verwandelte Jason Myers den Game-Winning-Kick aus 53 Yards. Es ist eine verflixte Saison für die Ravens, die anscheinend bei jedem einzelnen 50-50 Play der Verlierer zu sein scheinen. So droppte man gleich zwei Interceptions (eine davon hätte ein Pick-6 sein können), eine Fumble Recovery wurde nicht gegeben, da man bereits aufgrund gestoppten “Forward Progress” abgepfiffen hatte und Flacco warf eine Interception, die mitten durch die Hände seines freien Receivers ging…

Wer hätte gedacht, dass…

Die Jaguars tatsächlich auswärts gegen die Ravens gewinnen, und das ohne dass Blake Bortles seine guten Leistungen der vorangehenden Wochen zeigt; die Completion-% von unter 50% spricht Bände! Die beiden Allens beteiligten sich zwar mit jeweils einem TD am Passspiel, aber Yardage war kaum dabei; am Boden galt selbiges. Eigentlich überraschend, dass die so oft gescholtene Ravens Pass-Defense gegen ein unterschätzt explosives Team so gut verteidigen konnte. Am Ende profitierten die Jaguars oft vom Ballglück und sicherten sich so den Sieg, aber auch das gehört manchmal eben zum Gewinnen dazu.

Extra Point:

Joe Flacco leidet weiterhin an akuter Receiverlosigkeit! Nach Steve Smiths Verletzung landete auch First Round Pick Breshad Perriman endgültig auf der IR. “#1-Receiver” Kamar Aiken hatte einige Drops und Neuerwerbung Chris Givens ist in der Offense noch immer nicht zu 100% sattelfest. Dadurch kamen die TEs und H-Backs auf ganze 13 Catches für knapp 130 Yards. Dieses Rezept wird man in Zukunft wohl weiterhin verfolgen müssen.


10 TEN vs CAR 29 

Was zu erwarten war:

Die Panthers holen sich auch in der schwachen AFC South einen Pflichtsieg ab. Der Score zur Halbzeit suggeriert zwar, dass das Spiel knapp war, jedoch war das der Sieg nie in Gefahr. Das alte Rezept funktioniert weiterhin: Cam macht sein Ding (Passing und Rushing), Jonathan Stewart erläuft 91 Yards und einen Touchdown und die Defense legt Mariota und seine Offense komplett lahm.

Wer hätte gedacht, dass…

die Titans zumindest eine Halbzeit lang das Gefühl bekommen, mit den großen Jungs mitspielen zu können. Interessant war aber das Spiel vor allem deshalb, weil die Titans Cam 5-mal gesacked haben. Es ist uns natürlich klar, dass die Panthers OL weiterhin zu den schwächsten Units gehört, aber dass Cam nicht öfter davonkommt, war doch etwas überraschend. Wir sollten also, speziell im Hinblick auf die Playoffs, ein Auge darauf werfen, wie die Protection funktioniert und ob die Titans da nicht eine Schwachstelle bloßgelegt haben.

Extra Point:

Protection hin oder her, Cam war 21 von 26 Pässen für 217 Yards und ein Touchdown. Wir werfen zwar ein Auge drauf, aber wenn Cam jedes Mal so eine Completion-% aufweist, wenn er öfter unter Druck gebracht wird, ist das wohl auch nicht das richtige Gegenmittel…


 10 TB vs DAL 6

Was zu erwarten war:

Auch gegen Tampa Bay ist man aus Cowboys-Offense-Sicht ohne Tony Romo aufgeschmissen. Man produzirte kaum mehr als 200 Yards und erlitt sogar 3 Sacks (vergleicht man das Talent-Level der beiden Units, so ist diese Zahl gigantisch!). Die Schuld aber zu 100% an Matt Cassel abzuwälzen wäre diesmal allerdings nicht fair. Die ganze Offense schien komplett von der Rolle zu sein und es ist möglich, dass man mental in den letzten Wochen einigen Frust aufgebaut hat, der nun auch am Feld die Leistung beeinflusst. Looking at you, Dez and Cole!

Wer hätte gedacht, dass…

Jameis Winston sich wieder einmal in der entscheidenden Phase durchsetzt und den Bucs zu ihrem vierten Sieg und zu einem Platz im Wild-Card-Rennen verhilft. In einem Spiel, das die Handschrift “Lovie” innehatte, warf er zwar 2 Picks, wurde von seiner Defense jedoch Mal um Mal gerettet. Statistisch sticht nur Mike Evans heraus, der mit 8 Catches und 126 Yards bewies, das er weiterhin die wichtigste Stütze des Rookie-QBs ist.

Extra Point:

Tony Romo kehrt diese Woche endlich zurück! Kann man trotz 2-7 Record noch irgendwas bewirken? Die Division-Gegner haben sich nicht zu 100% absetzen können, sodass ein Division-Sieg zumindest noch theoretisch möglich zu sein scheint. Man hat jedoch viel zu tun und muss zu aller erst in den eigenen Reihen mit der schlechten Stimmung und dem Frust der letzten Wochen fertig werden. Erst dann können die Cowboys auf die Siegerstraße zurückkehren.


47 WAS vs NO 14 

Was zu erwarten war:

Das Spiel zwischen Saints und Redskins endet in einem Shootout, da beide Offenses das Potential haben viel zu produzieren und beide Defenses schon gezeigt haben, wie anfällig sie sind. Das hat sich aber nur zum Teil bewahrheitet, denn die Saints Offense konnte ihren „Höhenflug“ der letzten Wochen nicht fortsetzen. Ein Problem stellte natürlich die eigene Defense dar, die das aufbauen eines sinnvollen Gameplans unmöglich machte – siehe: Mark Ingram nur 5 Carries!

Wer hätte gedacht, dass…

die Redskins Offense tatsächlich so explodieren kann. Klar, es hilft natürlich sämtlichen Statistiken, wenn man einfach so einen 80 Yards Screen-Pass für einen Touchdown scoren kann. Andererseits war Kirk Cousins ausgezeichnete 20 für 24 und 4 Touchdowns und das Laufspiel funktionierte endlich wieder, diesmal mit Alfred Morris für 92 Yards und Matt Jones für 56 Yards. Es stellt dich die Frage, ob es sich dabei um eine Eintagsfliege handelt, da man gegen eine maßlos überforderte und untercoachte Defense spielte, oder ob die Unit rund um Cousins sich dermaßen schnell entwickelt.

Extra Point:

Wie im Podcast bereits erwähnt, ist das Wildcard-Rennen der NFC gespickt mit 4-5 Teams. Diese Teams haben aber so viele Gesichter, dass es in diesem Fall sehr schwer ist, die Saints und die Redskins ernst zu nehmen. Wir sind auf jeden Fall gespannt, ob und wann sie einen der Playoff-Kandidaten auf dem falschen Fuß erwischen und ärgern können.


Nach dem Lesen gibt es nur mehr eines zu tun: Aufstehen, rausgehen und…

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Bence @SpenceLukacs

Philipp @PhiFro51

Recap der Woche 10 – Extra Points

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