Recap der Woche 15 – Extra Points

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Hier fassen wir jede Woche jene Spiele zusammen, die wir nicht im  Podcast besprochen haben. Damit ihr ein besseres Bild über die jeweiligen Spiele und involvierten Teams bekommt, werden wir unsere Zusammenfassungen in drei Punkte teilen. Unser klassisches ‚wer hätte gedacht, dass…‘ ergänzen wir durch ‚was zu erwarten war‘ und bringen euch auch einen Extra Point!
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16 TEN vs NE 33 

Was zu erwarten war:

Trotz neuer Verletzungen (Blount, Amendola) bleiben die Patriots weiter auf Kurs gegen ein schwaches Titans-Team. Marcus Mariota verletzte sich ebenfalls zu Beginn des Spieles, und somit war selbst die entfernte Möglichkeit einer Herausforderung verschwunden. Tom Brady und die Defense machten ihr Ding und fuhren das Spiel solide nach Hause – mittlerweile gibt es einfach nichts anderes „spezielles“ über Patriots-Spiele zu sagen, a win is a win!

Wer hätte gedacht, dass…

Joey Iosefa vor Montee Ball vom Practice Squad ins Team kommt. Die Patriots hatten schon immer ihr eigenes Scouting-System was Talent angeht und diesmal schlug es erneut zu. Nachdem mit Blount ihr straight-up Power-RB für den Rest der Season ausfällt, holte man sich den FB/RB-mäßigen Iosefa ins Team, der letztendlich natürlich das Team mit 14 Carries für 51 Yards anführte.

Extra Point:

Zwei wesentliche Rostermeldungen: Die Patriots verpflichteten Steven Jackson (ehemals Rams und Falcons) für den Rest der Season. Es wird interessant sein, wie gut er in Form ist, denn wie wir ihn zuletzt gesehen haben, war er mehr oder weniger dem Rücktritt nahe. Brandon Bolden ist somit zurück in den Special Teams, und die neue Backfield-Kombination lautet somit Steven Jackson und James White (und Iosefa?!). Auf der anderen Seite können die Titans einen sehr guten, vorausschauenden Move verzeichnen, denn Mariota wird die letzten zwei Spiele nicht mehr spielen. Die Titans machen hier das Sicherste für ihre Franchise, denn man denke zurück an die Redskins und ihr RG3-Fiasko, der mit ähnlichen Knie-Verletzungen zu früh zurückkehrte.


14 BAL vs KC 34 

Was zu erwarten war:

Die Ravens präsentieren den Chiefs einen Sieg am Silbertablett und machen ihnen ein erfreuliches Weihnachtsgeschenk. Nach einem Personal-Foul bei einem 3rd-Down-stop erlaubte man einen Score. Danach verlor Buck Allen einen Fumble, gleichzeitig seinen Spot im Lineup und die Chiefs scorten beim Return. Als man danach noch einen Fake Punt an der eigenen 17 nicht erfolgreich verwandeln konnte, war das Spiel gegessen: Die Chiefs konnten ohne Probleme laufen und ihr „Dink and Dunk“-Passing Game aufziehen, sodass Alex Smith das Spiel mit 21/25 Pässen für 171 Yards beendete.

Wer hätte gedacht, dass…

Jimmy Clausen ganz solide ausschauen kann, wenn er mal nicht gegen die Seahawks-Defense spielen muss. Trotz magerer Completion Percentage hatte er 281 Yards und 2 Touchdowns. Seine beiden Interceptions passierten in „Garbage Time“, als man verzweifelt versuchte vielleicht noch das Spiel zu drehen. Clausens Highlight: Ein Hail Mary, der so schlecht geworfen war, dass er die Chiefs-Defense überraschte und deshalb von Kamar Aiken zu einem TD verwandelt wurde.

Extra Point:

Die Chiefs können diese Woche schon mit einem Sieg gegen die Browns und einer Niederlage der Jets gegen die Patriots (bzw. unwahrscheinlicher: Einer Niederlage der Steelers gegen die Ravens) einen Playoff-Spot fixieren. Nach dem desaströsen Saisonstart ein fast schon unglaubliches Comeback. Wir waren am Anfang der Saison große Chiefs-Fans, hatten aber nach Woche 6 eigentlich das Team schon aufgegeben (auch weil sich Jamaal Charles verletzte). Das beweist wieder einmal, wie verrückt die NFL dieses Jahr eigentlich ist.


 13 CLE vs SEA 30

Was zu erwarten war:

Am besten geht man aus dem Weg und bewundert, was man miterleben darf. So kann man derzeit die Spiele gegen Russell Wilson beschreiben. Er ist dermaßen „on fire“, dass meine Tastatur alleine beim Schreiben über ihn zu glühen beginnt. Die Seahawks waren eigentlich das gesamte Spiel über unter Kontrolle, denn so brav JFF auch ist, sie haben weder offensiv noch defensiv genug Talent, um mit so einem starken Seahawks-Team mithalten zu können.

Wer hätte gedacht, dass…

es einfach nicht aufhört. Es ist mittlerweile die vierte Woche in Folge, in der Doug Baldwin mindestens 2 Touchdowns fängt. Aber man merkt derzeit, dass es nicht nur Baldwin ist, der sich in Topform befindet, denn einerseits fing Tyler Lockett ebenfalls einen weiteren Touchdown und Jermaine Kearse beendete seinen Tag mit 7 Catches für 110 Yards. Man kann hier nur beim ersten Punkt anschließen: Russell Wilson und seine Passing Offense ist „on fire“!

Extra Point:

Die NFC West wird schön langsam zur Runningback-Fabrik, denn ähnliches erwähnten wir die letzten Wochen schon bei den Cardinals: Zunächst begann alles damit, dass man sich große Sorgen machte, als BeastMode ausfiel, danach kam der Lichtblick mit Thomas Rawls. Als sich dieser allerdings verletzte, schien es endgültig vorbei zu sein – falsch gedacht: Man holte ein bekanntes Gesicht mit Christine Michael und ein großes Talent mit Bryce Brown, die zusammen bei 27 Carries letztendlich für 127 Yards liefen. Es läuft für die Seahawks gerade an allen Ecken und Enden rund und eventuell kann man in den Playoffs sogar mit der Unterstützung von BeastMode rechnen!


27 NO vs DET 35

Was zu erwarten war:

Die Saints-Defense ist und bleibt die wohl schlechteste Unit der NFL. Matt Staffords Stats sprechen Bände: 22/25, 254 Yards und 3 TDs und das obwohl Megatron sich zu 99% humpelnd über das Spielfeld bewegte. Ameer Abdullah und Joique Bell hatten zusammen 18 Carries für 148 Yards und 2 TDs. Es wird immer klarer, dass die Entlassung von Rob Ryan nur der erste von vielen Schritten war, die gemacht werden müssen, um diese Defense auch nur halbwegs passabel zu machen.

Wer hätte gedacht, dass…

das Spiel sich zu einem Blowout entwickeln würde, nehmen die Lions in Halbzeit zwei defensiv nicht den Fuß vom Gas. Die späten Leistungen des Teams könnten Jim Caldwell u.U. noch seinen Job retten, denn nach einem super-knappen Spiel gegen die Packers gewann man nun zwei in Folge, und das in überlegener Manier. Man hat in der Division nun auch die Bears überholt und steht auf Platz 3. Dennoch, für uns bleibt klar: Jim Caldwell ist nicht der Mann, der dieses Team weiter nach vorne führe kann. Nach dem Umbruch im Front Office darf man auf keinen Fall vor einem Coaching-Wechsel zurückschrecken und muss das Team nun neu aufbauen.

Extra Points:

Drew Brees erlitt eine nicht näher bekannte Verletzung im 2. Viertel und war davon sichtlich beeinträchtigt. Nichtsdestotrotz warf er für 341 Yards und 3 TDs, wenn auch die Lions Prevent-Defense einiges dazu beisteuerte. Die Coaching-Situation in New Orleans ist übrigens genauso fragwürdig wie die in Detroit. Sean Payton ist so gut wie entlassen und man wird sich höchstwahrscheinlich einen Defense-Guru als neuen Coach holen. Auch hier gilt: Sollte Payton bleiben, machen die Saints einen großen Fehler!


24 CIN vs SF 14 

Was zu erwarten war:

Ob mit oder ohne Andy Dalton, die Bengals sind zu gut und die 49ers viel zu schlecht, um hier mit AJ McCarron als Verlierer vom Platz zu gehen. Die Defense forcierte Turnovers, McCarron machte was er machen musste, AJ Green spielte kaum und die Runningbacks bekamen beide genug Carries um das Spiel nach Hause fahren zu können. Da machte es nichts, dass McCarron sich verpflichtet fühlte Checkdown-König Blaine Gabbert nachzuahmen, denn nimmt man seine 2,5 „langen“ Completions aus den Stats, schaut es mehr als nur mager aus.

Wer hätte gedacht, dass…

man bei diesem Spiel (ähnlich wie bei den Patriots) einfach nichts besonderes herausheben kann. McCarron musste nur 21-mal werfen, konnte dabei aber nicht allzu lange auf AJ Green zurückgreifen und trotz der niedrigen Average waren die RBs beschäftigt. Man kann diesen Sieg als klassischen Pflichtsieg beschreiben, gegen stärkere Gegner muss aber mehr passieren!

Extra Point:

Wir sprechen in den Podcasts oft genug darüber, wie sich Teams auf bestimmte Spiele vorbereiten und dabei möglicherweise Gegner übersehen bzw. nicht unbedingt viel Einsatz hineinstecken. Dies war das beste Beispiel für eine derartige Woche, denn die Bengals spielen kommende Woche das absolut wichtigste Spiel gegen die Broncos. Nach dem es um ein Erstrunden-Bye geht, war es klar, dass man nicht viel Energie in ein Spiel gegen die 49ers steckt und man sich mental schon viel eher auf die Broncos einzustellen versucht.


38 MIN vs CHI 17 

Was zu erwarten war:

Die Vikings kehren zu alter Stärke gegen schwache Teams zurück. Nachdem man in dieser Saison bewiesenermaßen große Schwierigkeiten gegen Playoffanwärter hatte, so war man gegen kleinere Teams immer souverän. Dieses Mal hat alles gepasst. Teddy Bridgewater spielte sein mit Abstand bestes Spiel als Profi und die Defense war trotz einiger fehlender Starter dominant, vor allem in der D-Line. Die Vikings gewannen nach einer kurzen Niederlagenserie nicht nur das Spiel, sondern auch jede Menge Selbstvertrauen im Kampf um die NFC North.

Wer hätte gedacht, dass…

ein Bears-Team, das sich aufgrund des einfachen Schedules vor drei Wochen noch große Playoffhoffnungen gemacht hatte, nun hart auf den Boden der Realität zurückgeholt wird. Vergessen ist der Upset in Green Bay. Was bleibt, ist der bittere Nachgeschmack einer Defense, die weder covern noch tacklen kann und eines Jay Cutlers, der während des ganzen Spiels katastrophale Körpersprache zeigt, weil der Druck in der Pocket zu groß ist. Mental ist Jay halt immer noch der alte. Das letzte Dezember-Spiel gewann man aus Bears-Sicht übrigens am 15. Dez. 2013 in Cleveland, also vor über zwei Jahren.

Extra Point:

Einige kurze Verletzungsupdates: Adrian Peterson verletzte sich am Knöchel und bekam in Halbzeit zwei nur eine Handvoll an Carries. Es scheint nichts Ernstes zu sein, könnte ihn aber dennoch in den nächsten paar Wochen behindern. Auf der anderen Seite war Alshon Jeffery – wie übrigens schon die ganze Saison über – nicht 100%-ig fit. Es wird interessant, inwiefern seine häufigen Verletzungen seine Vertragssituation beeinflussen, denn ein hochbezahlter Superstar-Receiver bringt nichts, wenn er 10 von 16 Spielen verletzt auf der Bank sitzt.


14 MIA vs SD 30 

Was zu erwarten war:

Die Chargers sind weiterhin ein Team, das man einfach respektieren muss. Besonders weil die Dolphins weiterhin ein Team sind, das praktisch als Gegenpol im vollkommenen Chaos versinkt. Wir freuen uns auf jeden Fall, dass Philip Rivers endlich wieder mit einem positiven Gefühl das Spielfeld verlassen konnte. Danny Woodhead war mit 4 Touchdowns der Game-Winner und Donald Brown zeigte das, was die meisten von Melvin Gordon erwartet hatten. Im Großen und Ganzen ein guter Sieg für die Moral, und ein besonderer Boost für das Selbstbewusstsein, denn man kann anderen Teams den Weg in die Playoffs noch gehörig vermiesen!

Wer hätte gedacht, dass…

die Dolphins nichts aus ihren Erfahrungen lernen. Klar, mittlerweile kann man sagen, dass Tannehill nicht den erwarteten Entwicklungssprung gemacht hat (darüber haben wir ja letzte Season und in der Offseason viel gesprochen), aber dass man es tatsächlich nicht schafft talentierten Spielern den Ball zu geben, ist weiterhin verwunderlich. Lamar Miller bekommt keine Gelegenheit sein Können unter Beweis zu stellen, denn anscheinend ist der Gameplan von Woche zu Woche unterschiedlich, bzw. einfach darauf ausgelegt, ihn so gut es geht zu ignorieren.

Extra Point:

Wie zuvor bereits erwähnt haben die Chargers noch alle Chancen diese Season relevant zu werden, denn sie spielen in Woche 17 die Broncos, die – wenn sie es schaffen gegen die Bengals zu verlieren – sich gegen die Chargers in einem must-win Spiel befinden würden. Falls sie nämlich beide Spiele verlieren sollten, könnte man am Ende des Tages sogar die Playoffs verpassen. Auf der anderen Seite hat Miami definitiv einen guten und kreativen offensiv eingestellten Headcoach nötig. Eine Offense mit Tannehill, Jarvis Landry, Lamar Miller, Jay Ajayi, Rishard Matthews und DeVante Parker sollte zu den besten der NFL gehören und nicht um unteren Viertel herumlungern.


17 JAX vs ATL 23

Was zu erwarten war:

Auch ein Blake Bortles ist nur menschlich. So toll seine Saison auch war, so hilflos sah er gegen eine mittelmäßige Falcons-Defense aus. Er und seine Receiver konnten aus irgendwelchen Gründen einfach nicht die Plays machen, die Matt Ryan und Julio Jones auf der anderen Seite zusammenbrachten.  Jones machte 118 Yards und fing zudem auch seinen ersten Touchdown seit Woche 8. Alles kein Wunder, wenn man bedenkt, wie schwach die Jaguars schon die ganze Saison lang gegnerische Receiver covern. Defense-Upgrades sind gefragt!

Wer hätte gedacht, dass…

Denard „Shoelace“ Robinson nach einer tollen Performance letzte Woche, diesmal Bortles rein gar nicht unterstützen kann. Auch Devonta Freeman – am Anfang der Saison noch eine Yard-Maschinerie – kam mit knapp über 2 YPC nicht in Fahrt. Mit gleich schwachem O-Line-Play war auch das Spiel sehr ausgeglichen bis die Falcons im 4. Viertel zwei FG-Drives zustande brachten und so eine 6 Spiele lang andauernde Niederlagenserie beenden konnten.

Extra Point:

Es ist momentan von vielen Coaching-Wechseln die Rede, doch auch einige GMs sind auf dem sprichwörtlichen „Hot Seat“, so auch Thomas Dimitroff in Atlanta. Scott Pioli – seit letztem Jahr Team-Berater – scheint der logische Nachfolger zu sein, falls Dimitroff wirklich entlassen werden sollte. Auch in Jacksonville ist man sich nicht sicher, ob die David Caldwell-Gus Bradley-Kombo die Offseason heil übersteht.


Wir wünschen euch ein schönes Weihnachtsfest, Kirk Cousins auch:

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Bence @SpenceLukacs

Philipp @PhiFro51

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